Verhandlungen in Islamabad: Iran: Straße von Hormus und Reparationen zentrale Themen

Datum12.04.2026 04:28

Quellewww.zeit.de

TLDRBei Verhandlungen in Islamabad unter pakistanischer Vermittlung diskutierten die USA und der Iran zentrale Themen wie die Straße von Hormus, die Atomfrage, Reparationen und Sanktionen. Iran kritisierte überzogene Forderungen der USA. Laut US-Vizepräsident JD Vance wurde keine Einigung erzielt. Die Straße von Hormus, deren Kontrolle der Iran übernommen hat, gilt als zentraler Streitpunkt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verhandlungen in Islamabad“. Lesen Sie jetzt „Iran: Straße von Hormus und Reparationen zentrale Themen“. Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans sind iranischen Angaben zufolge zentrale Themen wie die Straße von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region zur Sprache gekommen.  Es sei ein "arbeitsreicher und langer Tag" für die Delegation der Islamischen Republik in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gewesen, schrieb der Sprecher von Irans Außenministerium, Ismail Baghai, in den frühen Morgenstunden auf X. Von Samstagmorgen bis in den Sonntag hinein hätten "intensive Verhandlungen" stattgefunden. Dabei seien "zahlreiche Nachrichten und Texte" zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden. Der Erfolg des diplomatischen Prozesses hänge aber "von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen", schrieb Baghai weiter. Pakistan dankte er für die Ausrichtung der Gespräche. Über eine mögliche Fortsetzung der Gespräche äußerte er sich nicht.  Kurz darauf teilte US-Vizepräsident JD Vance nach stundenlangen Gesprächen mit, man habe keine Einigung erzielt. Die US-Delegation kehre nun in die Vereinigten Staaten zurück. Iranische Medien hatten zuvor über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Auch die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von "überzogenen Forderungen" der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Der Iran hat die Kontrolle der Seestraße seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-Präsident Donald Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung für die am vergangenen Mittwoch verkündete, zweiwöchige Waffenruhe gemacht. © dpa-infocom, dpa:260412-930-933174/1