Datum12.04.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRHalle rangiert bundesweit auf dem zehntniedrigsten Platz beim realen Einkommen pro Kopf (24.184 Euro). Dies wurde durch eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ermittelt, die Einkommens- mit Preisdaten verknüpft. Mietkosten sind Haupttreiber der regionalen Preisunterschiede.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Einkommen und Preise“. Lesen Sie jetzt „Halle liegt bei realem Einkommen auf hinteren Plätzen“. In der Stadt Halle ist das reale Einkommen der Menschen laut einer statistischen Berechnung verhältnismäßig gering. Die Stadt kommt in einem bundesweiten Ranking auf den zehntniedrigsten Wert, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln errechnet hat. Das reale Einkommen, also das um die regionalen Preise bereinigte regionale Durchschnittseinkommen pro Jahr, liegt in Halle bei 24.184 Euro pro Kopf. In Magdeburg sind es 26.058 Euro pro Kopf. An der Spitze der Auswertung liegt bundesweit die Stadt Heilbronn (Baden-Württemberg) mit 39.424 Euro pro Kopf. Der höchste Wert in Sachsen-Anhalt wird im Landkreis Börde erzielt (29.161 Euro). Es folgen der Landkreis Jerichower Land (28.895 Euro) und der Altmarkkreis Salzwedel (28.635 Euro). Wie schon bei früheren Auswertungen finden sich an der Spitze vor allem Landkreise. Gerade in größeren Städten ist das Einkommen oft nicht besonders hoch, die Lebenshaltungskosten dagegen schon - denn der entscheidende Faktor bei den Preisunterschieden sind die Mieten. Ohne ihren Effekt wären die regionalen Preisunterschiede relativ gering, da viele Kostenpunkte wie Lebensmittel aus dem Supermarkt, Auto, Benzin, Elektronik und alles, was im Internet bestellt wird, deutschlandweit kaum Preisunterschiede haben. Basis der Auswertung ist eine aufwendige Datensammlung des IW Köln zu den regionalen Preisen in kreisfreien Städten, Kreisen sowie Stadt- und Landkreisen in Deutschland, die die Forscher mit Einkommensdaten des Statistischen Bundesamtes verknüpft haben. Beide beruhen auf Daten des Jahres 2023, weil vor allem für die Einkommen keine aktuelleren validen Zahlen vorliegen. © dpa-infocom, dpa:260412-930-933138/1