Freizeit: Kinos und Gaststätten setzen auf Events für mehr Gäste

Datum12.04.2026 03:00

Quellewww.zeit.de

TLDRHessische Kinos und Gaststätten setzen auf Events wie gemeinsames Stricken oder Pub-Quiz, um mehr Gäste anzulocken. Diese Angebote mit Gemeinschaftsgefühl sind gefragt und helfen der durch Konsumzurückhaltung und Kostensteigerungen belasteten Branche. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Hessen sieht darin eine Chance, rät aber zur eigenen Organisation, um Ausfallrisiken zu minimieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Freizeit“. Lesen Sie jetzt „Kinos und Gaststätten setzen auf Events für mehr Gäste“. Ob gemeinsam Stricken im Kino, Pub-Quiz spielen oder zusammen Lieder schmettern im Stadion - Events mit Gemeinschaftsgefühl sind in Hessen gefragt. Das kommt auch den Veranstaltern zugute. So bietet das in Darmstadt ansässige Kino-Unternehmen Kinopolis an seinen Standorten Darmstadt, Gießen und Bad Homburg "Wollkino"-Vorstellungen für alle, die beim Kinoerlebnis auf ihr Strickzeug oder ihr Häkel-Projekt nicht verzichten wollen.  "Das Format ist noch relativ neu und befindet sich in einer Ausbauphase, aber wir sehen bereits jetzt, dass es sehr gut angenommen wird", sagt eine Kinopolis-Sprecherin. Gestrickt werden darf auch in den Frankfurter Kinos Astor Film Lounge und Arthouse Kinos. Auch Spieleabende und Quizrunden finden längst nicht mehr nur in Freundeskreisen in heimischen Wohnzimmern statt, sondern sorgen auch in Kneipen, Clubs und Restaurants für Geselligkeit. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Hessen sieht die Entwicklung hin zu mehr Gruppenevents in der seit der Pandemie durch die Konsumzurückhaltung gebeutelten Branche als Chance.  Für die Lokalbetreiber empfehle es sich allerdings, selbst die Organisation mitzusteuern, um das Risiko kurzfristiger Absagen möglichst zu minimieren, sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Gisbert Kern. Im vergangenen Jahr seien die Umsätze im hessischen Gastgewerbe preisbereinigt um sechs Prozent gesunken. Aktuell sorge der Iran-Krieg für hohe Kostensteigerungen, die die Betriebe zusätzlich belasteten. © dpa-infocom, dpa:260412-930-932958/1