Verhandlungen in Islamabad: Iranische Medien: Gespräche mit USA gehen am Sonntag weiter

Datum12.04.2026 01:21

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter pakistanischer Vermittlung in Islamabad werden am Sonntag fortgesetzt. Zunächst tauschten Expertenteams Verhandlungstexte aus. Iranische Medien berichten von "überzogenen Forderungen" der USA und nennen die Straße von Hormus als zentralen Streitpunkt. Während die iranische Delegation auf der Wahrung militärischer Errungenschaften besteht, fordert US-Präsident Trump die Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge als Bedingung für eine Waffenruhe.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verhandlungen in Islamabad“. Lesen Sie jetzt „Iranische Medien: Gespräche mit USA gehen am Sonntag weiter“. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung von Pakistan sollen am heutigen Sonntag fortgesetzt werden. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim, Fars und Irna übereinstimmend in der Nacht. Rund 14 Stunden nach Beginn des Treffens in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war eine direkte Verhandlungsrunde in den frühen Morgenstunden zu Ende gegangen. Expertenteams sollten den Angaben zufolge nun zunächst weitere Verhandlungstexte austauschen. Von der US-Seite gab es dazu noch keine Bestätigung.  Iranische Medien hatten zuvor über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von "überzogenen Forderungen" der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden. Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der "Wahrung der militärischen Errungenschaften", eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus geben. Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Der Iran hat die Kontrolle der Seestraße seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-Präsident Donald Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung für die am vergangenen Mittwoch verkündete, zweiwöchige Waffenruhe gemacht. © dpa-infocom, dpa:260411-930-932919/1