Datum11.04.2026 17:12
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlin verbietet ab sofort die Darstellung von Hinrichtungen bei Demonstrationen. Die Versammlungsbehörde hat die Auflagen erweitert, um das Nachstellen von Tötungen und deren realitätsnahe Darstellungen, inklusive Fesselungen, zu unterbinden. Diese Entscheidung folgt auf eine propalästinensische Demonstration auf dem Alexanderplatz, bei der eine solche Inszenierung für Kritik sorgte. Die Polizei bezeichnet die Anpassung als schnelle und flexible Reaktion auf veränderte Versammlungsbedingungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Versammlungsbehörde“. Lesen Sie jetzt „Berlin untersagt Darstellung von Hinrichtungen bei Demos“. Bei Kundgebungen und Demonstrationen ist die öffentliche Darstellung von Hinrichtungen in Berlin ab sofort untersagt. "Die Versammlungsbehörde hat das geprüft, die Auflagen für entsprechende Versammlungen sind erweitert worden", sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei auf dpa-Anfrage. "Insbesondere sind das öffentliche Nachstellen von Tötungen sowie realitätsnahe Darstellungen von Hinrichtungen nicht mehr gestattet." Das beinhalte auch das Fesseln von Personen in solchen Szenen und das Verwenden entsprechender dafür nötiger Gegenstände. Zuvor hatten die "Berliner Zeitung" und der "Tagesspiegel" über das Thema berichtet. Am Mittwochabend hatten Teilnehmer einer propalästinensischen Demonstration mit der Nachstellung einer Hinrichtung auf dem Alexanderplatz für Kritik gesorgt. Ein Reporter der "Berliner Zeitung" hatte die Szene beobachtet und darüber berichtet. Die erweiterten Auflagen durch die Versammlungsbehörde sind eine Reaktion auf die Diskussion, die darauf folgte. "Aus unserer Sicht ist das eine schnelle und flexible Anpassung, die relevante veränderte Bedingungen im Versammlungsgeschehen bei Bedarf verhältnismäßig berücksichtigt", sagte Polizeisprecher Florian Nath der "Berliner Zeitung". © dpa-infocom, dpa:260411-930-932188/1