Datum11.04.2026 15:06
Quellewww.zeit.de
TLDRAngermünde hat die CSD-Saison in Brandenburg mit einem Umzug von rund 100 Menschen eröffnet. Unter dem Motto "Bunt ist stärker als Hass" setzten die Teilnehmer ein Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz. Die Veranstalter bezeichnen die Veranstaltung als ersten CSD bundesweit in diesem Jahr und betonen, dass Pride auch abseits großer Städte gefeiert wird. Bis September folgen über ein Dutzend weitere CSDs in Brandenburg. Der CSD erinnert an die Rechte queerer Menschen, wobei rechte Gegenproteste ein bekanntes Problem darstellen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Queere Community“. Lesen Sie jetzt „Angermünde startet CSD-Saison in Brandenburg“. Rund 100 Menschen haben in Angermünde den Auftakt der Christopher-Street-Day-Saison in Brandenburg begangen. Geschminkt und verkleidet zogen viele von ihnen mit Regenbogenflaggen durch die Straßen. Auf Bannern war in bunten Buchstaben zu lesen "Liebe ist ein Menschenrecht" oder "Love is Love - Happy Pride". Auch mehrere Fäuste neben dem Spruch "Kein Bock auf Nazis" waren dabei. Nach Angaben des Polizei-Lagedienstes verlief der Zug am frühen Nachmittag friedlich. Die Veranstalter sprechen vom ersten CSD in diesem Jahr deutschlandweit. "Damit setzt die Region ein frühes Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und queeres Leben – und zeigt, dass Pride nicht nur in großen Metropolen stattfindet", heißt es von den Veranstaltern bei Facebook. Ihr Motto: "Bunt ist stärker als Hass". Bis September werden mehr als ein Dutzend CSDs in Brandenburg organisiert - der nächste in zwei Wochen in Schwedt in der Uckermark. Die größeren Paraden in Deutschland starten in den Sommermonaten. Der CSD soll an die Rechte queerer Menschen erinnern. Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Deutschlandweit gab es immer wieder auch Gegendemonstrationen und Störversuche aus der rechten Szene gegen CSD-Veranstaltungen. © dpa-infocom, dpa:260411-930-931788/1