Datum11.04.2026 12:02
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie FIFA hat abgelehnt, die Vorrundenspiele der iranischen Fußballnationalmannschaft bei der WM 2026 von den USA nach Mexiko zu verlegen. Iran hatte dies aus Sicherheitsgründen aufgrund des Konflikts mit den USA und Israel gewünscht. Die FIFA begründete die Entscheidung mit erheblichem logistischem Aufwand. Der Iran muss nun in Los Angeles und Seattle gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten antreten.
InhaltWegen des Kriegs mit den USA wollte Iran seine Vorrundenspiele der Fußball-WM nicht in dem Land austragen, sondern in Mexiko. Vom Weltverband Fifa kam jetzt die Absage. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Sommer wird die iranische Nationalmannschaft ihre Spiele in den USA austragen müssen. Eine Verlegung der drei Vorrundenpartien gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten nach Mexiko wird es nicht geben. Der Weltverband Fifa habe sich dagegen entschieden, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Aufgrund des Krieges mit Israel und den USA wollte Iran aus Sicherheitsgründen eine Verlegung erwirken. "Die Fifa entschied schließlich, dass die Spiele nicht von ihren ursprünglichen Austragungsorten verlegt werden können", sagte Sheinbaum auf einer Pressekonferenz. Aus Sicht der Fifa hätte dies "einen enormen logistischen Aufwand" bedeutet, sagte die Staatschefin. Der Weltverband hatte sich schon zuvor zurückhaltend zu dem Wunsch des Iran geäußert. Insgesamt finden zehn Gruppenspiele in den drei mexikanischen Stadien statt, der Iran spielt dagegen zweimal in Los Angeles und gegen Ägypten in Seattle. Die WM in Mexiko, Kanada und den USA wird am 11. Juni in dem Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt mit der Partie zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte auf eine Teilnahme des Irans an der Fußball-WM im Sommer gedrängt. "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A", hatte Infantino wiederholt gesagt. Unklar war bisher allerdings, ob die Fifa den Mexiko-Wunsch des Irans nachkommen würde. Ende März hatten die iranischen Nationalspieler bei Testspielen gegen Nigeria (1:2) und Costa Rica (5:0) gegen den Bombenangriff auf eine Mädchenschule in Minab protestiert. Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es von diesem Wochenende an in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Friedenslösung geben. Seit Februar hatten die Vereinigten Staaten und Israel den Iran angegriffen. Das Land führte Gegenschläge aus. Wie es nach der Waffenruhe weitergeht, ist derzeit unklar. Und ob der Iran tatsächlich zur WM in die USA anreist, wird ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.