Dschibuti: Dschibutis Präsident Guelleh mit fast 98 Prozent wiedergewählt

Datum11.04.2026 11:56

Quellewww.zeit.de

TLDRPräsident Ismail Omar Guelleh wurde in Dschibuti mit fast 98 Prozent der Stimmen wiedergewählt und tritt seine sechste Amtszeit an. Die Wahl war durch mangelnde Auswahl geprägt, da nur ein Gegenkandidat, ein ehemaliges Mitglied der Regierungspartei, zur Verfügung stand. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Unterdrückung der Opposition in Dschibuti. Beobachter der Afrikanischen Union und Igad begleiteten die friedlich verlaufene Abstimmung.

InhaltIn Dschibuti wurde Präsident Ismail Omar Guelleh bestätigt. Auswahl hatte die Bevölkerung aber kaum – der einzige Gegenkandidat war ein Ex-Mitglied der Regierungspartei. Die Präsidentschaftswahl in Dschibut hat der langjährige Amtsinhaber Ismaïl Omar Guelleh für sich entschieden. Der 78-Jährige habe 97,81 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlbehörde des Landes mit. Damit wird Guelleh seine sechste Amtszeit antreten. Bereits bei der vergangenen, von der Opposition boykottierten Präsidentschaftswahl 2021 hatte er mehr als 97 Prozent der Stimmen erhalten. Menschenrechtsorganisationen werfen der Führung in Dschibuti regelmäßig vor, die Opposition zu unterdrücken. Bei der Wahl am Freitag hatten die Wählerinnen und Wähler kaum Auswahl. Neben Guelleh, der seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Macht ist, gab es nur einen weiteren Kandidaten: Mohamed Farah Samatar. Er ist ein ehemaliges Mitglied der Regierungspartei. Nach Angaben von Beobachtern wurde in der Zeit vor den Wahlen kaum Wahlkampf geführt. Beobachter der Afrikanischen Union und der Regionalorganisation Igad verfolgten die Abstimmungen, die nach offiziellen Angaben friedlich verlaufen waren. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.