Datum11.04.2026 08:48
Quellewww.zeit.de
TLDRSPD-Chef Lars Klingbeil fordert weiterhin staatliche Eingriffe zur Entlastung bei hohen Energiepreisen, darunter eine Übergewinnsteuer, Steuersenkungen und einen Kraftstoffpreisdeckel. Er verweist auf ähnliche Maßnahmen in anderen europäischen Ländern und betont die Notwendigkeit des Mutes für solche Schritte. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Kanzler Merz lehnen diese Vorschläge ab. Der öffentliche Koalitionsstreit hält an, während weitere Gespräche zwischen Union und SPD erwartet werden.
InhaltDer Koalitionsstreit um entlastende Lösungen für die Verbraucher geht weiter. Finanzminister Lars Klingbeil pocht auf staatliche Eingriffe – trotz Kritik des Kanzlers. SPD-Chef Lars Klingbeil dringt weiter auf staatliche Eingriffe, um Verbraucher angesichts der hohen Energiepreise zu entlasten – trotz der Kritik von Kanzler Friedrich Merz (CDU) an dem öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Das Wirksamste ist gerade der Eingriff in den Markt. Das sehen wir in anderen europäischen Ländern", sagte der Finanzminister der Süddeutschen Zeitung. "Und ich finde, wir sollten diesen Mut auch haben." Klingbeil bekräftigte seine Forderung nach einer Übergewinnsteuer, einer Absenkung der Energiesteuern und einem Preisdeckel für Kraftstoffe – alles Schritte, die Reiche ablehnt und die auch Merz skeptisch sieht. Am Freitag war es überraschend zum offenen Streit gekommen: Während Klingbeil Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgebern traf, trat Reiche in Berlin kurzfristig vor die Medien und übte Kritik an den Vorschlägen des Finanzministers. Das wiederum hatte Merz verärgert. Über das Wochenende werden nun Gespräche zwischen Union und SPD über das weitere Vorgehen erwartet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.