Nachrichtenpodcast: Droht eine Blockade Taiwans durch China?

Datum11.04.2026 06:29

Quellewww.zeit.de

TLDRChina bekräftigt das Ein-China-Prinzip und strebt "Wiedervereinigung" mit Taiwan an. Die taiwanesische Opposition sucht Dialog, während die Regierung vor Chinas Militärdrohungen warnt. Die US-Konzentration auf den Nahen Osten könnte die regionale Sicherheit beeinflussen. Gleichzeitig gibt es Kritik an der Bewertung der Cannabislegalisierung in Deutschland, da die Datenbasis für Langzeitauswirkungen als unzureichend gilt.

InhaltDer Irankrieg lenkt die Aufmerksamkeit der USA auf den Nahen Osten. Was bedeutet das für den Konflikt zwischen China und Taiwan? Und: Kritik am Cannabisbericht Bei einem Treffen in Peking hat der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping erstmals seit fast zehn Jahren wieder die Vorsitzende der taiwanischen Oppositionspartei Kuomintang, Cheng Li-wun, empfangen. Das Gespräch fand vor dem Hintergrund stark angespannter Beziehungen zwischen China und Taiwan statt. China betrachtet Taiwan seit Jahrzehnten als Teil seines Staatsgebiets, während Taiwan unabhängig und demokratisch regiert ist. Xi Jinping betonte dabei das sogenannte Ein-China-Prinzip und lehnte eine Unabhängigkeit Taiwans strikt ab. Er sprach von einer "Wiedervereinigung" als Ziel. Cheng Li-wun bezeichnete ihren Besuch als Friedensmission und warb für mehr Dialog zwischen ihrer Partei und der Kommunistischen Partei Chinas. Die Regierung Taiwans warnt dagegen vor zunehmenden chinesischen Militärdrohungen. Unterstützt wird Taiwan militärisch vor allem von den USA, die ihre militärischen Ressourcen derzeit aber auf andere Krisenregionen, etwa den Nahen Osten, konzentrieren. Was passieren würde, wenn China die Inselrepublik Taiwan blockiert, analysiert Steffen Richter, Redakteur für internationale Politik der ZEIT. Zwei Jahre nach der Cannabislegalisierung in Deutschland wächst die Kritik an der offiziellen wissenschaftlichen Auswertung der Folgen. Mehrere Fachgesellschaften, darunter die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, halten zentrale Aussagen des aktuellen EKOCAN-Zwischenberichts für "wenig belastbar". Die Experten bemängeln vor allem eine unzureichende Datenbasis. Aussagen wie ein stabiler oder rückläufiger Konsum seien verfrüht, da belastbare Erkenntnisse erst nach fünf bis zehn Jahren möglich seien. Zudem gebe es Hinweise auf mehr problematische Konsummuster sowie Risiken durch stärkeres, hochpotentes Cannabis, die im Bericht nicht ausreichend berücksichtigt würden. Die Autoren des EKOCAN-Berichts weisen die Vorwürfe zurück. Sie sprechen von einer verzerrten Darstellung ihrer Ergebnisse und betonen, dass ihre Aussagen ausdrücklich als vorläufig gekennzeichnet seien. Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT, ordnet ein, was an den Vorwürfen dran ist. Und sonst so? Waldgeräusche steigern das Wohlbefinden. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.