Datum10.04.2026 20:25
Quellewww.zeit.de
TLDRDie FIFA hat abgelehnt, die WM-Spiele des Iran von den USA nach Mexiko zu verlegen. Der Iran hatte dies aufgrund des Krieges mit den USA gefordert. Die FIFA argumentierte mit hohem logistischem Aufwand und betonte, dass der Iran spielen werde. FIFA-Präsident Infantino hatte sich zuvor für die Teilnahme des Irans ausgesprochen. Die WM beginnt am 11. Juni. In Islamabad finden parallel Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran statt.
InhaltDer Iran soll trotz des Krieges mit den USA dort im Sommer bei der Fußball-WM spielen. Die Fifa lehnte ein Gesuch des Iran nach einer Verlegung nach Mexiko ab. Die Spiele der iranischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM werden trotz des Krieges im Nahen Osten nicht von den USA nach Mexiko verlegt. Der Weltverband Fifa habe sich dagegen entschieden, teilte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum mit. "Die Fifa entschied schließlich, dass die Spiele nicht von ihren ursprünglichen Austragungsorten verlegt werden können", sagte Sheinbaum. Aus Sicht der Fifa hätte dies "einen enormen logistischen Aufwand" bedeutet. Der Weltverband hatte sich schon zuvor zurückhaltend zu dem Wunsch des Iran geäußert. Angesichts des Krieges wollte dieser seine drei Vorrundenpartien nicht in den USA austragen, die die islamische Republik militärisch angegriffen haben. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte zuvor auf eine Teilnahme des Irans an der Fußball-WM im Sommer gedrängt. "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A", sagte Infantino. Die WM in Mexiko, Kanada und den USA wird am 11. Juni im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt mit der Partie zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet. Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es von diesem Freitag an in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Friedenslösung geben. Seit Februar hatten die Vereinigten Staaten und Israel den Iran angegriffen. Das Land führte Gegenschläge aus.