Datum10.04.2026 15:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRUngarns Parlamentswahl am Sonntag könnte einen Machtwechsel für Ministerpräsident Viktor Orbán bedeuten. Nach 16 Jahren an der Macht deuten Umfragen auf einen möglichen Verlust seiner Stelle hin. Der Hauptkonkurrent ist Péter Magyar, der realistische Chancen hat, die Regierung zu übernehmen. Ein Wahlsieg der Opposition würde als positives Signal für demokratische Ablösung illiberaler Systeme gewertet werden. Brüssel hofft auf einen solchen Ausgang.
InhaltBinnen 16 Jahren hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán das Land umgebaut. Bei der Wahl am kommenden Sonntag bekommt er dafür nun möglicherweise die Quittung. In vielen europäischen Hauptstädten wächst die Hoffnung, dass die ungarische Parlamentswahl am Sonntag zu einer politischen Zäsur führt. Gestützt wird diese Hoffnung durch Umfragen, die auf einen möglichen Machtverlust von Ministerpräsident und Vorzeigepopulist Viktor Orbán hindeuten. Sein größter Konkurrent bei der anstehenden Wahl ist Oppositionspolitiker Péter Magyar. Er hat realistische Chancen, die Regierung in Budapest zu übernehmen. Ein entsprechender Wahlausgang wäre wohl mehr als ein nationaler Machtwechsel: Er würde als Signal gewertet, dass sich auch illiberale Regierungssysteme auf demokratischem Weg ablösen lassen. In dieser Ausgabe von "Acht Milliarden" spricht Host Juan Moreno mit Jan Puhl, der seit Jahren für den SPIEGEL aus Osteuropa berichtet. Wie wahrscheinlich ist ein Sieg der Opposition? Wie sehr würde sich Brüssel über einen Machtwechsel in Ungarn freuen? Und wie effektiv ist die Wahlkampfhilfe wirklich, die Donald Trump seinem Freund Orbán anbietet?Hier geht es zur neuen Podcast-Episode: