München: Antisemitismusbeauftragter ermittelt nach Angriff

Datum10.04.2026 11:18

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Antisemitismusbeauftragte Bayerns ermittelt nach einem mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff auf ein israelisches Restaurant in München. Pyrotechnik wurde in das Lokal geworfen und Scheiben beschädigt, niemand wurde verletzt. Ermittler und Betreiber gehen von einem antisemitischen Motiv aus, der Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Der Beauftragte verurteilte den Angriff als "feigen Übergriff" und Teil eines wachsenden hasserfüllten Trends gegen Juden seit dem 7. Oktober.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „München“. Lesen Sie jetzt „Antisemitismusbeauftragter ermittelt nach Angriff“. Nach dem mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff auf ein israelisches Restaurant in München hat der zentrale Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit, wo der Beauftragte angesiedelt ist.  Ermittler und Betreiber gehen von einem antisemitischen Motiv aus. Verletzt wurde niemand, der oder die Täter wurden zunächst nicht gefasst.  "Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die Schaufensterscheiben gewaltsam beschädigt und pyrotechnische Gegenstände in das Restaurant geworfen", teilte die Polizei mit. "Um welche Art es sich dabei handelte, ist Gegenstand der Ermittlungen." Der Sachschaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.  Der Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU), verurteilte den Angriff als einen "feigen Übergriff" auf einen "wunderbaren Ort der Begegnung". Am späten Nachmittag solle es eine Solidaritätskundgebung gemeinsam mit den Betreibern vor dem Restaurant geben.  "Dieser Anschlag ist kein Einzelfall, sondern Teil eines gefährlichen Trends, den wir seit dem 7. Oktober 2023 sehen: wachsender Hass gegen Juden – offen, aggressiv, enthemmt", sagte Gady Gronich, Generalsekretär der in München ansässigen Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER). "Ein Angriff auf ein jüdisches Restaurant ist feige und ein Angriff auf unser Zusammenleben. München war bislang ein sicherer Ort für Juden und es muss es bleiben." © dpa-infocom, dpa:260410-930-927036/1