Datum25.10.2025 04:25
Quellewww.zeit.de
TLDRHertha BSC steht vor einer entscheidenden Woche in der 2. Bundesliga mit drei Heimspielen im Olympiastadion, nachdem der Saisonstart durchwachsen verlaufen ist. Der Club benötigt dringend Erfolge, um die Form zu verbessern. Gegner wie Düsseldorf haben bereits Siege im Auswärtsspiel erzielt. Zudem wird die vergangene Niederlage gegen Elversberg, einem aktuellen Aufstiegsaspiranten, nicht vergessen. Die Anforderungen an Fans und Spieler sind hoch, da die Rivalität im Stadion spürbar ist und weitere Zuschauer aus Sachsen erwartet werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „2. Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Dreimal zu Hause: Herthas Woche der Wahrheit“. Eigentlich ist es für Hertha BSC die perfekte Gelegenheit, der Spielzeit den entscheidenden positiven Dreh zu geben. Dreimal hintereinander dürfen die Berliner im heimischen Olympiastadion spielen. Doch gerade dort tat sich der Fußball-Zweitligist in den vergangenen Monaten oft schwer. Um den durchwachsenen Saisonstart etwas vergessen zu machen, braucht es dringend Erfolgserlebnisse. Das ist das Programm: Beide Clubs gingen mit deutlichen Aufstiegsambitionen in die Saison. Knapp drei Monate später ist die Ernüchterung groß. Beide Teams dümpeln im Mittelfeld herum. Bei den Rheinländern musste Daniel Thioune unlängst als Trainer gehen. Unter Nachfolger Markus Anfang gab es im ersten Spiel eine Heimniederlage gegen Braunschweig. Doch Hertha sollte gewarnt sein: Düsseldorf hat alle seine drei Siege auf fremdem Platz geholt. Die Berliner konnten nur ihr letztes Heimspiel gegen Münster gewinnen. Immerhin zeigte der Hauptstadtclub zuletzt etwas ansteigende Form. Die Auslosung zur zweiten DFB-Pokalrunde Ende August dürfte bei vielen Hertha-Fans für ungläubiges Kopfschütteln gesorgt haben. Nur zwei Tage zuvor hatten die Saarländer den Berlinern im Olympiastadion einen heftigen Dämpfer verpasst. Das Endergebnis von 0:2 spiegelte den Leistungsunterschied zwischen beiden Teams an diesem Tag nur unzureichend wider. Die Elversberger sind langsam ein Angstgegner für die Hertha unter Trainer Stefan Leitl. Im ersten Spiel im März gab es sogar ein 0:4. In der Liga stehen die Saarländer, wo Hertha gerne wäre: auf einem Aufstiegsrang. Jetzt gibt es die Chance zur Revanche. Ansonsten ist der Traum vom Finale im eigenen Stadion für die Berliner mal wieder vor dem Jahreswechsel ausgeträumt. Wie hitzig das Spiel werden könnte, zeigte sich schon Wochen vorher an der Geschäftsstelle der Hertha. Unbekannte besprühten eine Wand. Die Spur führte in Richtung von Dynamos Fanszene. Dort stand: "Dynamo kommt!" und neben beleidigenden Worten auch noch an Hertha gerichtet: "Rück mehr Karten raus, sonst fallen wir mit der Tür ins Haus!". Mehr als 11.000 Tickets schickte Hertha schon vorher nach Sachsen. Medienberichten zufolge könnten noch deutlich mehr Dresdner vor Ort sein. Das Stadion dürfte ausverkauft sein. Sportlich stecken die Sachsen im Tabellenkeller. © dpa-infocom, dpa:251025-930-205515/1