Ratingagentur: Moody’s warnt Frankreich mit negativem Ausblick

Datum25.10.2025 00:57

Quellewww.zeit.de

TLDRMoody’s hat den Ausblick für Frankreichs Staatsrating von "stabil" auf "negativ" gesenkt, obwohl das Rating bei Aa3 bleibt. Die Entscheidung folgt bereits ähnlichen Herabstufungen von S&P und Fitch. Moody’s begründet den Schritt mit politischer Zersplitterung und verzögerten Reformen, die das Wirtschaftswachstum gefährden könnten. Frankreich hat mit 3,3 Billionen Euro die höchsten Schulden in der EU und eine Schuldenquote von 114 Prozent. Es bestehen Bedenken, dass Frankreichs schwache Wirtschaft die Entwicklung Europas bremsen könnte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ratingagentur“. Lesen Sie jetzt „Moody’s warnt Frankreich mit negativem Ausblick“. Nach Standard & Poor's (S&P) und Fitch hat sich nun auch die Ratingagentur Moody’s kritisch zu Frankreich geäußert. Das US-Unternehmen belässt das Staatsrating Frankreichs zwar bei Aa3, senkt jedoch den Ausblick von "stabil" auf "negativ" und droht damit eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes an. S&P hatte die Herabstufung bereits vor einigen Tagen vollzogen, Fitch hatte Mitte September das Rating von AA- auf A+ herabgestuft. Moody’s begründete den Schritt mit der zunehmenden politischen Zersplitterung Frankreichs und den daraus folgenden Risiken für eine stabile Finanzpolitik. Zudem könnten die verzögerten Reformen, etwa bei der Rente, das Wachstumspotenzial der Wirtschaft schwächen.  Die Entscheidung signalisiert Vorsicht, verschont das hoch verschuldete Land jedoch vor einer direkten Abstufung, die die Zinslast für Staatsanleihen erhöhen würde. Frankreich hat mit rund 3,3 Billionen Euro die höchsten Schulden in der Europäischen Union. Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist die Schuldenquote mit 114 Prozent die dritthöchste nach der Griechenlands und Italiens. Auch die Staatsausgaben gehören zu den höchsten in Europa. Längst gibt es Sorgen, dass Frankreich die ohnehin schwache wirtschaftliche Entwicklung Europas bremsen könnte. © dpa-infocom, dpa:251024-930-205266/1