Datum24.10.2025 21:33
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem lebensbedrohlichen Messerangriff auf die designierte Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer (SPD), hat die Staatsanwaltschaft Hagen einen Haftbefehl gegen ihre 17-jährige Adoptivtochter erwirkt. Die Tatverdächtige gilt als flüchtig, jedoch muss sie nicht ins Gefängnis. Die Ermittlungen deuten nicht auf eine politische Motivation hin, sondern auf einen familiären Konflikt. Stalzer befindet sich außer Lebensgefahr und soll am 4. November als Bürgermeisterin vereidigt werden.
InhaltNach dem Angriff auf die designierte Bürgermeisterin von Herdecke ergeht ein Haftbefehl gegen deren Adoptivtochter. Sie galt bereits kurz nach der Tat als Verdächtige. Nach dem lebensbedrohlichen Messerangriff auf die designierte Bürgermeisterin der Stadt Herdecke, Iris Stalzer (SPD), hat die Staatsanwaltschaft Hagen einen Haftbefehl unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung erwirkt. Er richtet sich gegen die tatverdächtige Adoptivtochter, demnach besteht Fluchtgefahr. Laut einem Sprecher muss die 17 Jahre alte Tatverdächtige nicht in ein Gefängnis. Der Haftbefehl ermögliche aber Maßnahmen, die die Arbeit des Jugendamtes begleiten sollen, heißt es in der Erklärung der Staatsanwaltschaft. Stalzer war Anfang Oktober lebensgefährlich in ihrem Haus verletzt worden. Die Tat hatte für Aufsehen gesorgt, weil die SPD-Politikerin kurz zuvor zur Bürgermeisterin der 23.000-Einwohner-Stadt im Südosten des Ruhrgebiets gewählt worden war. Anfängliche Befürchtungen um eine politische Motivation erhärteten sich nicht, stattdessen gingen die Ermittler bereits kurz nach dem Angriff von einem familiären Konflikt aus. Die Adoptivtochter befindet sich seitdem in der Obhut der Behörden. Stalzer ist außer Lebensgefahr. Für den 4. November ist ihre Vereidigung als Bürgermeisterin geplant.