Datum24.10.2025 17:43
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Evangelische Landeskirche in Württemberg hat mit knapper Mehrheit eine Öffnung des Trauungsrechts für homosexuelle Paare abgelehnt. Statt einer gleichstellenden Trauung bleibt es bei Segnungsgottesdiensten ohne rechtliche Gleichheit. Für eine Änderung der Kirchenordnung wären mindestens 60 Ja-Stimmen nötig gewesen; es wurden jedoch nur 56 abgegeben. Die Entscheidung zeigt, dass die württembergische Landeskirche im Vergleich zu anderen evangelischen Kirchen in Deutschland hinterherhinkt, die bereits Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare erlauben.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nicht genügend Stimmen“. Lesen Sie jetzt „Kirche lehnt Trauung homosexueller Paare knapp ab“. Homosexuelle Paare dürfen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auch künftig nicht getraut werden. Die Synode der Kirche sprach sich heute mit knapper Mehrheit gegen eine entsprechende Öffnung des Trauungsrechts aus, wie die Kirche mitteilte. Stattdessen soll es bei einem besonderen Gottesdienst zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare bleiben – ohne die rechtliche und liturgische Gleichstellung mit der klassischen Trauung. Zwar zeigte sich ein Teil der Synodalen offen für eine Modernisierung, letztlich fehlte aber die nötige Mehrheit für eine Änderung der Kirchenordnung. Damit bleibt der Kompromiss aus dem Jahr 2019 bestehen, der sogenannte Segnungsgottesdienste vorsieht. Für eine Annahme des neuen Gesetzes wären mindestens 60 Ja-Stimmen notwendig gewesen – erreicht wurden aber nur 56. Dem gegenüber standen 31 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. 89 Stimmen wurden abgegeben. Die württembergische Landeskirche gehört zu den wenigen evangelischen Kirchen in Deutschland, die homosexuelle Paare nicht gleichstellen. In anderen Landeskirchen sind Trauungen gleichgeschlechtlicher Paare bereits möglich. . © dpa-infocom, dpa:251024-930-204460/1