Datum24.10.2025 15:09
Quellewww.zeit.de
TLDRÜber dem Atommülllager im niedersächsischen Gorleben soll ab dem 19. März 2024 eine Flugverbotszone für Militär- und Zivilmaschinen sowie Drohnen eingeführt werden. Dies betrifft auch die Zwischenlager in Ahaus und Greifswald. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer betont, dass dies eine wichtige Maßnahme zum Schutz des hochradioaktiven Atommülls in Gorleben ist, wo 113 Castoren gelagert werden. Eine zusätzliche Schutzmauer wird errichtet, jedoch fehlte bislang ein Schutz gegen Luftüberflüge.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zwischenlager“. Lesen Sie jetzt „Minister: Flugverbotszone über Atommülllager soll kommen“. Über dem Atommülllager im niedersächsischen Gorleben soll eine Flugverbotszone für Militär- und Zivilmaschinen sowie für Drohnen eingerichtet werden. Auch an den Atommüll-Zwischenlagern in Ahaus (NRW) und Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) sollen die Flugbeschränkungen kommen. Für das Castorlager in Gorleben sollen die Flugbeschränkungen vom 19. März kommenden Jahres an gelten, sowohl für Flugzeuge als auch für Drohnen, wie das niedersächsische Umweltministerium mitteilte. "Das ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz des Castor-Zwischenlagers mit hochradioaktivem Atommüll", sagte Niedersachsen Umweltminister Christian Meyer. Nach Angaben des Grünen-Politikers ist Gorleben das einzige niedersächsische Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll, für das bisher keine Flugverbotszone für Militär- und Zivilmaschinen sowie für Drohnen gelte. In Zeiten, in denen durch Russland, aber auch durch andere Gruppen, mit Drohnen über sensiblen Anlagen Verunsicherung geschürt werde, sei es überfällig, direkte Überflüge in niedriger Höhe zu verbieten. Im Zwischenlager Gorleben stehen nach Ministeriumsangaben 113 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll. Um die Lagerhalle des Zwischenlagers herum wird derzeit eine zehn Meter hohe zusätzliche Schutzmauer gezogen. Ein Schutz gegenüber Bedrohungen aus der Luft fehlt aber bisher. Ein Sprecher des Ministeriums teilte auf Anfrage mit, dass die Deutsche Flugsicherung (DFS) über diese Schritte informiert habe. © dpa-infocom, dpa:251024-930-203419/1