Datum14.10.2025 22:43
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Donald Trump droht der Hamas mit gewaltsamer Entwaffnung, falls die Terrororganisation die Waffen im Rahmen eines Waffenruhe-Abkommens nicht niederlegt. Dies äußerte er während eines Treffens mit dem argentinischen Präsidenten Milei. Trump sieht die Entwaffnung der Hamas als zentralen Bestandteil seines Friedensplans für den Nahen Osten. Auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul fordert internationale Unterstützung zur Umsetzung der Initiative und betont, dass eine Entwaffnung der Hamas unerlässlich für den Friedensprozess ist.
InhaltDie Hamas soll nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump schleunigst ihre Waffen abgeben. Nun erhöht er den Druck auf die Terrororganisation. Deutliche Worte kommen auch aus Deutschland. US-Präsident Donald Trump hat der Hamas mit Gewalt gedroht, sollte die Terrororganisation die im Waffenruhe-Abkommen vereinbarte Entwaffnung verweigern. "Wenn sie die Waffen nicht niederlegen, werden wir sie entwaffnen", sagte Trump während eines Treffens im Weißen Haus mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei. Wenn er genau mit "wir" meinte, sagte Trump nicht. "Es wird schnell und vielleicht gewaltsam geschehen", fügte er hinzu. Eine Entwaffnung der Hamas bleibt ein Streitpunkt beim Nahost-Friedensprozess. Sie ist in Trumps vorgeschlagenem Friedensplan für die Region vorgesehen, genauso wie der komplette Abzug von Israels Armee aus dem Gazastreifen. Die Hamas lehnte es bislang ab, ihre Waffen abzugeben. Bundesaußenminister Johann Wadephul forderte derweil Peking und Moskau auf, einer Uno-Resolution zur Umsetzung der Gaza-Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump zuzustimmen. Der CDU-Politiker äußerte sich dazu bei einem Treffen mit seiner rumänischen Kollegin Oana Toiu in der Hauptstadt Bukarest. Mit Blick auf die beiden ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates sagte Wadephul, eine solche internationale Sicherheitskomponente im Gazastreifen sei "unverzichtbar wenn man zu einer Entwaffnung der Hamas kommen will". Die Entwaffnung der islamistischen Hamas sei auch unverzichtbar dafür, dass der Friedensprozess überhaupt erfolgreich sein könne. "Wir sehen schon jetzt, dass Hamas unwillig ist, die Macht freiwillig abzugeben, und deswegen wird jetzt in Zukunft Druck ausgeübt werden müssen" sagte der Bundesaußenminister. Er bleibe aber "optimistisch dass dieser Prozess erfolgreich sein wird, denn der Wille aller an dem bisherigen Prozess Beteiligten ist ja ungebrochen", sagte Wadephul und ergänzte: "Dieses Momentum sollten wir miteinander nutzen." Der 20-Punkte-Plan für "Frieden in Nahost" von Trump ist das Fundament der Erklärung, die am Montag von den Vermittlerstaaten USA, Katar, Ägypten und der Türkei feierlich in Scharm El-Scheich unterzeichnet wurde. Allerdings enthält sie vorwiegend unverbindliche Absichtserklärungen und keine konkreten Schritte oder direkten Konsequenzen bei Verstößen.