Datum24.10.2025 13:47
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Frankfurt haben Einsatzkräfte 5,5 Tonnen Lachgas sichergestellt, während sie Geschäfte und Lagerstätten kontrollierten. Dabei wurden kriminelle Strukturen aufgedeckt und das Lachgas teils unter gefährlichen Bedingungen gelagert. Die Aktion, an der verschiedene Behörden beteiligt waren, zielt auf den illegalen Handel und den unsachgemäßen Umgang mit Lachgas ab. Experten warnen vor den gesundheitlichen Gefahren, insbesondere für Jugendliche, da Lachgas zu schweren neurologischen Schäden und sogar Tod führen kann. Ein Verbot für Kinder und Jugendliche wurde beschlossen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Distickstoffmonoxid“. Lesen Sie jetzt „5,5 Tonnen Lachgas bei Kontrollen sichergestellt“. Einsatzkräfte der Stadt haben in Frankfurt fünfeinhalb Tonnen Lachgas sichergestellt. Am Mittwoch seien einige Geschäfte und Lagerstätten in mehreren Stadtteilen kontrolliert worden, teilte die Stadt Frankfurt mit. Demnach wurden potenziell kriminelle Strukturen offengelegt. Das Lachgas sei teils unter gefährlichen Bedingungen gelagert gewesen. "Das Gefahrenpotenzial für Beschäftigte, Anwohnerinnen und Anwohner war erheblich", sagte Vincent Staat, der Einsatzleiter der Aktion. Am Einsatz waren die Gefahrgutbehörde, die Stadtpolizei, der Zoll und die Landespolizei beteiligt. Den städtischen Behörden ist mit der nach eigenen Angaben großangelegten Kontrolle in Frankfurt "ein bedeutender Schlag gegen den illegalen Handel und den unsachgemäßen Umgang mit Lachgas gelungen". Gegen die Betreiber der Gewerbe und des Großlagers werde nun ermittelt. "Lachgas ist kein harmloses Party-Gas. Es gefährdet Gesundheit, Leben und Sicherheit – vor allem junger Menschen", sagte Kris Kempf, Leiter des Präventionsrats Frankfurt. Lachgas wird dem Bundesministerium für Gesundheit zufolge mitunter auch zur Begehung von Vergewaltigungs- und Raubdelikten missbraucht. Das Bundeskabinett beschloss im Juli ein Lachgas-Verbot für Kinder und Jugendliche. Der Konsum von Lachgas kann zu dauerhaften neurologischen Schäden führen oder sogar tödlich enden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung mitteilte. Bei der Einnahme gelangt kein Sauerstoff in den Körper, deshalb kann es zur Bewusstlosigkeit oder bleibenden Schäden im Hirn kommen. © dpa-infocom, dpa:251024-930-202919/1