Ausbreitung im Norden: Geflügelpest - Schleswig-Holstein führt Maßnahmen ein

Datum24.10.2025 12:54

Quellewww.zeit.de

TLDRSchleswig-Holstein ergreift Maßnahmen zur Eindämmung der Geflügelpest, die ab Samstag gelten. Halter müssen Ställe desinfizieren, Schutzkleidung tragen und den Kontakt zu Wildvögeln minimieren. Zudem ist der Handel mit Geflügel verboten, und Bestände müssen gemeldet werden. Landwirtschaftsstaatssekretärin Anne Benett-Sturies betont, dass diese Regelungen dem Tierschutz dienen. Aktuell sind vier Fälle bei Wildvögeln und drei betroffene Geflügelhaltungen im Land bekannt. Das Ministerium warnt vor der rasanten Verbreitung des Virus.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ausbreitung im Norden“. Lesen Sie jetzt „Geflügelpest - Schleswig-Holstein führt Maßnahmen ein“. Um die Geflügelpest einzudämmen, erlässt Schleswig-Holstein eine Allgemeinverfügung. Laut Landwirtschaftsministerium gelten ab Samstag Maßnahmen zur Biosicherheit. Halterinnen und Halter müssen vor dem Betreten der Ställe Hände und Schuhe reinigen, desinfizieren und Schutzkleidung tragen. Transportmittel und Behälter wie Käfige, die mit Geflügel oder in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln in Kontakt kommen, sind nach jeder Nutzung zu säubern und zu desinfizieren. Der Handel mit Geflügel und Vögeln sei verboten, und Bestände müssen beim Veterinäramt gemeldet werden. Das Ministerium betont außerdem, dass Geflügel nur an Futterstellen gefüttert werden darf, die Wildvögeln unzugänglich sind. Oberflächenwasser darf nicht als Tränke dienen. Zeigen Tiere Krankheitssymptome, müssen Halterinnen und Halter unverzüglich eine Untersuchung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt veranlassen. "Das aktuelle Geschehen zeigt, wie rasant sich das Virus wieder ausbreiten kann", sagte Landwirtschaftsstaatssekretärin Anne Benett-Sturies. Das Einhalten der Maßnahmen sei kein Selbstzweck, sondern Tierschutz.  Derzeit sind dem Ministerium zufolge vier Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln festgestellt worden. Bei weiteren Vögeln stehe die Bestätigung durch das Landeslabor noch aus. Zudem seien drei Geflügelhaltungen in Schleswig-Holstein von der Krankheit betroffen. © dpa-infocom, dpa:251024-930-202568/1