Industrie: Bayaz sieht Baden-Württemberg trotz Krise auf Zukunftskurs

Datum24.10.2025 07:56

Quellewww.zeit.de

TLDRBaden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) äußert Optimismus für die Zukunft des Landes, trotz Krisen in der Autoindustrie. Er betont die Notwendigkeit der Diversifizierung in Bereichen wie Medizintechnik und KI. Die Region bleibt laut Bayaz innovativ und kann mit finanziellen und fachlichen Ressourcen erfolgreich sein. Zudem geht er auf die umstrittenen Aussagen von Kanzler Merz zu Migration und Stadtbild ein und kritisiert die unklare Verknüpfung sowie die fehlende Sicherheit für Frauen und Migranten in bestimmten Bereichen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Industrie“. Lesen Sie jetzt „Bayaz sieht Baden-Württemberg trotz Krise auf Zukunftskurs“. Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) sieht trotz der Krise in der Autoindustrie Grund für Optimismus. "Unsere Autohersteller sind immer noch in der Lage, das Rennen um die Zukunft der Automobilindustrie zu gewinnen", sagte er der "Wirtschaftswoche".  Allerdings werde sie nicht mehr die Dominanz für Deutschland und den Standort Baden-Württemberg haben wie in den vergangenen Jahrzehnten. "Wir müssen auch diversifizieren: Medizintechnik, Biotechnologie, künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Wasserstoff, Raumfahrt, Verteidigung." Die goldenen Jahre für das "Ländle" seien nicht vorbei. "Wir sind eine innovative Region", sagte der Minister. Mit seinen Investitionen in Forschung und Entwicklung spiele der Südwesten in der gleichen Liga wie beispielsweise das Silicon Valley in den USA.  Wirtschaftlicher Erfolg müsse jedoch immer wieder aufs Neue erarbeitet werden: "Und dafür haben wir in Baden-Württemberg alles auf dem Tisch: Superingenieure, Kapital, starke Forschungsinstitutionen." Bayaz äußerte sich auch zu den umstrittenen Aussagen zu Problemen im "Stadtbild" von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Der Kanzler stellt einen diffusen Zusammenhang zwischen Migration und dem Stadtbild her. Wen er genau meint, bleibt unklar." Dass aber Frauen bestimmte Plätze oder den öffentlichen Nahverkehr abends meiden, sei inakzeptabel. "Und dass das auch mit bestimmten Gruppen von männlichen Migranten zusammenhängt, müssen wir ebenso klar sagen." Es gebe aber auch Orte in Deutschland, wo sich Migranten nicht sicher fühlten. © dpa-infocom, dpa:251024-930-201269/1