Datum02.03.2025 16:28
Quellewww.spiegel.de
TLDRSechs Minipumpen von BBB Cycling, Crankbrothers, Contec, Lezyne, SKS und Topeak wurden getestet. Sie sollen im Notfall eine Reifenpanne beheben. Die Modelle unterscheiden sich in Druckaufbau, Pumpvolumen, Gewicht und Größe. Während einige eher für Rennräder geeignet sind und hohen Druck erreichen, eignen sich andere für voluminösere Reifen. Komfortabel ist keine der Pumpen. Die Contec Air Support Go Switch wird als beste Allround-Pumpe bezeichnet.
InhaltEine Luftpumpe kann die Radtour retten. Wir haben sechs Mini-Modelle getestet und zeigen, was sie in der Praxis am Tourenrad, Mountainbike und Rennrad taugen. Eine Minipumpe am Fahrrad kann Ihnen viel Ärger ersparen: Sinkt der Luftdruck in einem Reifen ab, können Sie sich mit Aufpumpen im günstigen Fall bis nach Hause retten. Oder noch besser: Sie haben Flickzeug oder einen Schlauch dabei. Auch dann ist eine Minipumpe unverzichtbar. Dieser Text enthält mit dem Hinweis "Anzeige" gekennzeichnete Affiliate-Links, über die der Verlag, aber nie der Autor individuell, bei Verkäufen eine geringe Provision vom Händler erhält. Die Qualität solcher Geräte zeigt sich jedoch erst im Notfall: Wie lange muss ich mit dem kleinen Ding pumpen, um mein Fahrrad wieder fahrbereit zu bekommen? Wie anstrengend ist das? Und schafft die kleine Pumpe es überhaupt, so viel Druck aufzubauen, wie ich für ein schnelles Fortkommen mit meinen Reifen benötige? Das sind die Fragen, die wir an die sechs getesteten Modelle hatten. Nach viel Pumpen und noch mehr Muskelkater in den Armen fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Minipumpen sollen bei jeder Fahrt dabei sein, dürfen am Fahrrad nicht stören. Fünf der getesteten Modelle lassen sich am Rahmen befestigen, passende Halter werden mitgeliefert. Die sechste Pumpe ist so klein, dass sie in die Jackentasche passt. Notfalls auch in die eines Rennradtrikots. Bei der Auswahl spielen Kriterien wie Maximaldruck, Volumen, Praxistauglichkeit und nicht zuletzt das Gewicht eine Rolle. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist, das bereits 23 Kilogramm wiegt, kann zu einer großen, bequemen Pumpe greifen. Rennradfahrer und Mountainbiker wollen Gewicht sparen: Sie sind mit kleinen Geräten besser bedient. Doch nicht alle sind in der Lage, einen Rennradreifen auf 7 bar zu bringen. Komfortabel ist die Arbeit mit keiner der getesteten Pumpen. Sie sind für den Notfall unterwegs gedacht. Für das schnelle Aufpumpen zu Hause würden wir auf jeden Fall eine Standluftpumpe empfehlen. Sie wollen mehr darüber wissen, was bei Luftpumpen zu beachten ist? Klicken Sie hier, um zu unseren FAQ zum Thema zu kommen. Alle Pumpen mussten einen 40 Millimeter breiten Reifen eines Gravelbikes von platt auf drei Bar bringen. Ein typisches Pannenszenario und übertragbar auf viele E-, City- und Tourenbikes, die mit vergleichbar dimensionierten Reifen unterwegs sind. Anschließend musste jede Pumpe zeigen, ob sie auch eine Rennradtour retten kann und mindestens 7 bar erreicht. Außerdem haben wir die Größe, das Gewicht und das Pumpvolumen gemessen und die Geräte an ein Fahrrad montiert, um die Art und Güte der Befestigung während der Fahrt zu überprüfen. Diese Miniluftpumpen haben wir getestet: Mit einem Klick auf den Produktnamen gelangen Sie zu ausführlichen Einzeltests. Fazit: Um einen Testsieger zu küren, sind die Minipumpen zu verschieden. Die beste Allround-Pumpe ist die günstige Air Support Go Switch von Contec. Bei der abendlichen Rennradtour würde ich die kleine Doubleshot in die Trikotasche stecken. Auf der Bikepacking-Tour mit Freunden hätte ich aber gern die große Turbo Morph Digital dabei. Dann freuen sich alle, wenn es nach einem Platten schnell weitergeht. Für die Doubleshot gibt es keine Halterung zur Befestigung am Rahmen. Die habe ich auch nicht vermisst, denn die kleine und leichte Pumpe passt mit einer Transportlänge von nur zwölf Zentimetern neben dem Ersatzschlauch in meine kleine Satteltasche, aber auch in jede Trikot- oder Jackentasche. Mit ihren 84 Gramm stört sie weder dort noch an anderen Stellen. Die kleine Pumpe besteht aus zwei nebeneinander gesteckten Rohren, die sich leicht voneinander lösen lassen. Verschraubt man beide Teile miteinander, entsteht eine Pumpe mit zwei Kammern und einer Gesamtlänge von 23 Zentimetern. Vorteil des geringen Durchmessers von nur 1,8 Zentimetern: Prinzipiell kann man mit wenig Kraftaufwand hohen Druck aufbauen. Im Test habe ich jedoch bei 6,5 bar aufgegeben: Es gibt nämlich keinen Griff, der beim Pumpen für sicheren Halt sorgen würde und mit dem man mehr Kraft ausüben könnte. Stattdessen rutsche ich mit schwitzigen Händen ab. Um den breiten Testreifen auf 3 Bar zu bringen, waren 380 Hübe nötig. Das ist viel, aber deutlich weniger als mit der ebenso leichten und nicht ganz so kompakten Pocket Drive Pro von Lezyne. Das liegt daran, dass durch das Ineinanderstecken der beiden Teile das Volumen der Pumpe immerhin 26 cm3 beträgt. Beim Pumpen setzt man den Kopf direkt auf das Ventil. Es gibt keinen Schlauch oder Schnellverschluss. Der Kopf passt nur an Dunlop- und Presta-Ventile. Aber eine so kleine Pumpe wird man auch kaum an breiten Reifen mit Schrader-Ventil einsetzen. Das gefällt an der Doubleshot von BBB Cycling: Sie ist kompakt, leicht und im Verhältnis zur Transportgröße hat sie ein großes Volumen. Das weniger: Sie bietet beim Pumpen kaum Halt. Für wen sich die Doubleshot eignet: Für Rennradfahrer und alle, die zugunsten der Kompaktheit auf Komfort verzichten. Die Air Support Go Switch hat einen Schalter zum Wechseln zwischen HV und HP – also zwischen einer hohen Volumenleistung und hohem Druckaufbau. Wobei "hohes Volumen" bei der kleinen Pumpe relativ ist: mit gemessenen 30 cm3 Volumen benötigte ich 255 Hübe, um den Testreifen in der Einstellung "HV" auf 3 bar aufzupumpen. Das ist unterer Durchschnitt. Überzeugen konnte mich die kleine Pumpe am Rennradreifen: Erst bei 7,1 bar habe ich aufgegeben – für mein Rad und mich sogar etwas mehr Druck, als ich benötige. Die Pumpstrategie am Rennrad lautet: Schnell im Modus HV 3 oder 4 bar Druck aufbauen, dann auf HP umschalten und langsam und mit vielen Hüben Richtung Zielmarke voran arbeiten. Mission accomplished! Beim Pumpen hilft der ausklappbare Pumpengriff, der im Ruhezustand die Pumpenstange vor dem Herausrutschen sichert. Der Pumpenkopf wird direkt an das Ventil angesetzt und verfügt über eine Verriegelung. Für den Wechsel zwischen Schrader- und Presta-/Dunlop-Aufnahme muss das Kopfende abgeschraubt und andersherum wieder aufgesetzt werden. Eigentlich kein Thema, wenn das Kunststoffgewinde nicht so schwergängig wäre. Ein Gewinde aus Metall würde das Schrauben erleichtern. Auch die Schutzklappe vor der Ventilöffnung wirkt etwas billig. Bei der am Rad montierten Pumpe hat es sich einige Male gelöst. Mit einem Gewicht von 123 Gramm und einer Länge von 26 Zentimetern ist die Pumpe kompakt und auch nicht zu schwer. Der Pumpenhalter passt gut unter einen Flaschenhalter und hält das Gerät sicher, ohne zu klappern. Das gefällt an der Air Support Go Switch: Mit der Möglichkeit zum Umschalten zwischen HV und HP ist man einerseits schnell, andererseits bringt man mit wenig Kraftaufwand hohen Druck in den Reifen. Das weniger: Die Verarbeitung des Pumpenkopfes überzeugt nicht. Für wen sich die Air Support Go Switch eignet: Für alle, die mit schmalen Reifen unterwegs sind und auch mal hohen Druck aufbauen möchten. Bei der Klic HV Gauge von Crankbrothers fragte ich mich: Ist das clever? Oder schlicht über-designt? Die Pumpe hat vorn keinen sichtbaren Pumpenkopf, erst nachdem man den Ring gedreht hat, wird ein magnetischer Anschluss für einen Schlauch freigelegt. Diesen findet man im Handgriff, wenn man das Ende des Griffs zu einem "T" aufklappt. Der Schlauch wird magnetisch gehalten. Zumindest im Prinzip, denn er muss mitsamt Gewinde über das Ventil gedreht werden. Für den Einsatz an Schrader-Ventilen lässt sich das vordere Ende umgedreht einsetzen. Leider ist nur eine Hälfte des etwa 17 Zentimeter langen Schlauchs flexibel. Die andere beherbergt ein Manometer, das Werte von 1 bis 7 bar und zehn bis 100 PSI anzeigt. Da es direkt auf das Ventil gesetzt wird, ragt ein Bereich von mehr als zehn Zentimetern Länge in Richtung Radnabe, bevor der Schlauch abknicken kann. Da ist man bei Rädern mit Bremsscheibe mit dem Pumpenkopf schon nah an der Scheibe. Man sollte wohl von rechts aufpumpen. Bei Mountainbikes mit großen Ritzeln wird es an der Kassette des Hinterrads eng. Das Manometer zeigte im Test etwas zu wenig an: 2,9 bar bei mit dem Referenzgerät gemessenen 3 bar. Das sollte für unterwegs ausreichend genau sein. Mit einer Länge von rund 26,5 Zentimetern und einem Durchmesser von 2,6 Zentimetern ist die Klic HV Gauge relativ groß, bleibt aber mit einem Gewicht von 133 Gramm im Rahmen. Unsere HV-Variante sieht Crankbrothers für Mountainbikes und Gravelbikes vor. Es gibt noch eine HP-Variante für Rennräder, die mehr Druck schaffen soll. Aber auch unser Exemplar kam am Rennrad auf 7 bar, wenn auch mit Mühe. Dafür waren am 40-Millimeter-Reifen eines Gravelbike nur 192 Hübe nötig, um ihn auf 3 bar zu bringen. Wir haben ein Volumen von 48 cm3 gemessen. Für die Montage am Rad liefert Crankbrothers einen Halter samt Ösen für einen Spanngummi mit, aber kein solches Gummi, sondern nur Klettband. Ein davon unabhängiges Problem: Der im Inneren des Pumpengriffs aufbewahrte Schlauch mit seinem Manometer klappert während der Fahrt. Einen Weg, das abzustellen, habe ich nicht gefunden. Das gefällt uns an der Klic HV Gauge von Crankbrothers: Die Pumpe hat ein Manometer, ist einfach in der Handhabung und bietet eine ausgewogene Mischung aus Volumen und Druckaufbau. Das weniger: Das Manometer kann stören, die Pumpe klappert während der Fahrt. Für wen sich die Klic HV Gauge eignet: Menschen, die mit großvolumigen Reifen fahren und im Notfall nicht lange pumpen wollen. Die Pocket Drive passt mit 15 Zentimetern Länge und einem Durchmesser von etwa 2,5 Zentimetern tatsächlich in die namensgebende Tasche von Jacke oder Trikot. Hersteller Lezyne liefert dennoch eine kleine Rahmenhalterung mit. Sie ist ebenso wie die meisten Bestandteile der Pumpe selbst aus Aluminium. Alles wirkt stabil und hochwertig. Beide Enden der Pumpe sind mit Gummipfropfen verschlossen. Am Griffende zieht man einen rund zwölf Zentimeter langen Schlauch heraus und schraubt ihn vorn an den Pumpenkopf. Welche Seite des Schlauchs man an die Pumpe ansetzt, entscheidet darüber, ob man Schrader- oder Presta/Dunlop-Ventile bedienen kann. In beiden Fällen muss der Schlauch auf das Ventil geschraubt werden, einen Schnellverschluss gibt es nicht. Wie bei anderen Pumpen mit Schlauch zum Aufschrauben besteht hier die Gefahr, dass sich Presta-Ventile beim Lösen des Schlauchs herausziehen. Tatsächlich mache ich diese Erfahrung an meinem Rennrad: Beim Herausschrauben des Schlauchs löst sich das Ventil und die mühsam hineingepumpte Luft entweicht. Für solche Fälle gibt es Abhilfe: Der Ring am Schlauch der Pumpe hat Aussparungen, die auf den Ventilkopf eines Presta-Ventils passen. So lassen sich lockere Ventile auch unterwegs festziehen. Die Lezyne-Pumpe ist offensichtlich für Rennradfahrer konzipiert. Die schmalen Reifen eines Rennrades bekomme ich damit auf die gewünschten 7 bar aufgepumpt, aber das dauert und ab 6 bar wird es mühsam. Das Volumen der Pocket Drive Pro beträgt nur rund 17 cm3. Daher musste ich bei dem Testreifen mit 40 Millimetern Breite ganze 675 Mal pumpen, bis ich die erforderlichen 3 bar erreicht hatte. Das gefällt an der Pocket Drive Pro von Lezyne: Sie ist klein und fast komplett aus Metall gefertigt. Das weniger: Sie hat sehr wenig Volumen, erfordert daher viele Hübe und Geduld. Für wen sich die Pocket Driver Pro eignet: Vorwiegend für Rennradfahrer, Faltradfreunde und andere mit schmalen Reifen am Fahrrad. Hersteller SKS bietet die Airflex in den Varianten "Explorer" für Mountainbikes und "Racer" für Rennräder an. Wir haben uns für die Explorer entschieden und damit für mehr Volumen, aber geringeren Druck. Mit unserem Testreifen aus dem Gravelbike-Segment kommt sie gut klar. Mit der 43 cm3 fassenden Pumpe benötige ich nur 206 Hübe bis zum Zieldruck von 3 bar. Da sich die Airflex mit den gummierten Griffen vorn und am Auszug gut anfasst, macht das Pumpen auch nicht viel Mühe. Zumindest bis zu den anvisierten 3 bar. Bei meinen Versuchen am Rennradreifen zeigt sich, dass es ab diesem Wert anstrengend wird. 5 bar gibt SKS als Maximalwert an. Ich schaffe sogar etwas mehr, aber dann werden die Arme doch sehr müde und ich gebe kurz vor 6 bar auf. Vor dem Pumpen zieht man am Kopf hinter einer Abdeckung einen etwa zwölf Zentimeter langen Schlauch heraus. Anders als etwa bei der Pumpe von Lezyne muss man ihn nicht festschrauben, sondern bis zum Anschlag herausziehen und am Ventil einschrauben. Ebenfalls anders (und besser) als bei der Konkurrenz: Der Kopf passt ohne Umstecken an alle drei Ventilarten. Da hat sich SKS einen cleveren Mechanismus ausgedacht. Das Einschrauben des Schlauchs ist einerseits eine feine Sache, ich habe mehr Freiheit bei der Pumpbewegung, und ich rüttele nicht am Ventil herum. Allerdings passiert mir an meinem Rennrad zunächst etwas, das mit allen Schraubpumpenköpfen an Presta-Ventilen passieren kann: Immer, wenn ich den Pumpenschlauch nach dem Pumpen herausschraube, kommt das Ventil mit heraus, und der Reifen ist wieder platt. Da hilft es auch nicht, das Ventil mit den Fingern neu zu fixieren: Nur mit Werkzeug wird es so fest, dass es in seiner Hülle bleibt. Wenn mir das unterwegs passiert wäre, hätte ich schlechte Laune bekommen. Die Pumpe wird mit einem Halter geliefert, der sich gut unter einen Flaschenhalter schrauben lässt. Die 21 Zentimeter lange und mit einem Durchmesser von drei Zentimetern etwas pummelige Pumpe sitzt sicher am Unterrohr. Das Pedal passt knapp daran vorbei. Doch Vorsicht: Man muss sie so positionieren, dass sowohl der Pumpenkörper als auch der Griff vom Spanngummi gehalten werden, sonst klappert es beim Fahren. Die Abdeckung über dem Kopf schützt den Schlauch vor Feuchtigkeit und Schmutz. Das gefällt an der Airflex Explorer von SKS: Sie fasst sich gut an und ist nicht zu schwer. Der Kopf passt ohne Umbau an alle Ventilarten. Das weniger: Hoher Luftdruck ist machbar, aber nur mit viel Kraft. Presta-Ventile müssen fest angezogen sein. Für wen sich die Airflex Explorer eignet: In erster Linie Mountainbiker, aber auch für alle anderen, die mit voluminösen Reifen unterwegs sind. Die Turbo Morph Digital kann man kaum als "Minipumpe" bezeichnen. Mit einer Länge von 35 Zentimetern ist sie fast dreimal so lang wie das kleinste Modell im Testfeld und 318 Gramm auch nicht leicht. Dafür ist sie eine Art Mini-Standluftpumpe. Oben lässt sich ein Griff, unten ein Fuß ausklappen. Der 25 Zentimeter lange Schlauch reicht aus, um an ein in Richtung Boden gedrehtes Ventil heranzukommen. Zumal die Enden des Schlauchs sowohl an der Pumpe als auch am Kopf frei drehbar sind. Der Kopf hat eine Klemme für das Ventil. Er bedient sowohl Schrader- als auch Dunlop-/Presta-Ventile. Für den Wechsel auf die kräftigeren Schrader-Ventile muss der Abschlussring gelöst und das innen liegende Gummi sowie das Ventilinnere umgedreht werden. Das ist etwas komplizierter als bei der Konkurrenz. Im Vergleich zu einer normalen Standluftpumpe ist die Turbo Morph Digital klein, weshalb man sich beim Pumpen tief bücken muss. Aber der große Vorteil einer Standluftpumpe bleibt: Man kann mit seinem Körpergewicht Richtung Boden einen viel höheren Druck ausüben als allein mit der Armmuskulatur. Das Volumen beträgt 65 cm3, unser Testreifen ist nach 119 Hüben auf 3 bar aufgepumpt. Wann der nötige Druck erreicht ist, kann man auf dem integrierten digitalen Manometer ablesen. Es zeigte 2,92 bar bei tatsächlichen 3 bar an, das ist vertretbar. Die im Test angestrebten 7 bar am Rennrad erreichten wir mit der Pumpe mühelos. Topeak gibt als Maximaldruck 11 bar an, aber schon ab 7,5 bar wird es anstrengend. Für die Befestigung am Rahmen liefert Topeak eine Halterung für Rahmenschrauben mit, da eine so große Pumpe nicht mit einem Flaschenhalter harmoniert. Man muss also ein Rohr suchen, das ausreichend Platz bietet. Oder man nutzt nicht die Schrauben, sondern die ebenfalls mitgelieferten Kabelbinder, um die Halterung zu befestigen. Doch egal, wie man sie befestigt, der kleine Standfuß kann gegen den Rahmen stoßen. Dann klappert es bei größeren Schlaglöchern. Ich habe schließlich einen kleinen Filzgleiter drauf geklebt. Dann ist Ruhe. Das gefällt an der Turbo Morph Digital von Topeak: Sie macht das Aufpumpen einfach und mit dem Manometer weiß man genau, wann der richtige Druck erreicht ist. Das weniger: Sie ist groß und schwer. Für wen sich die Turbo Morph Digital eignet: Besitzer schwerer E-Bikes, für die die zusätzlichen 318 Gramm keine Rolle spielen. Aber auch bei Tagestouren oder Radreisen in der Gruppe kann die Turbo Morph ein willkommener Helfer sein. An Fahrrädern sind drei Ventilarten gängig: Schrader-Ventile finden auch an Pkw und Motorrädern Verwendung. Sie werden daher auch "Autoventile" genannt. Sie sind dicker als die beiden anderen Typen und daher eher an Fahrrädern mit breiten Felgen zu finden. Der Vorteil von Schläuchen mit Schrader-Ventilen: Sie lassen sich auch an Tankstellen befüllen. Dunlop-Ventile waren bei Fahrrädern lange Zeit sehr verbreitet. Sie sind etwas schmaler als Schrader-Ventile. Anders als die beiden anderen Ventilarten kann bei Dunlop-Ventilen der Druck nicht durch das Ventil selbst nach entweichen. Das merken Sie daran, dass bei Pumpen mit eigenem Manometer der aktuelle Druck nur angezeigt wird, wenn Sie die Pumpe betätigen und die einströmende Luft das Ventil öffnet. Dunlop-Ventile werden zunehmend von Presta-Ventilen abgelöst. Presta-Ventile kommen schon lange bei Rennrädern zum Einsatz, finden sich aber zunehmend auch bei City-Bikes und Tourenrädern. Sie werden auch Sclaverand-Ventil oder französisches Ventil genannt. Sie sind etwas schmaler als ihre Konkurrenten, kommen gut mit hohen Drücken klar. Anders als die beiden anderen Ventilarten müssen Presta-Ventile vor dem Aufpumpen am Kopf per Hand oder Werkzeug gelöst und anschließend wieder geschlossen werden. Nein. Während Dunlop- und Presta-Ventile einen ähnlichen Durchmesser haben und daher beide mit dem gleichen Pumpenkopf bedient werden können, benötigt das Schrader-Ventil einen größeren Durchmesser. Viele Fahrradpumpen verfügen daher über zwei Köpfe, oder ein Kopf lässt sich durch Umstecken eines Vorsatzes an alle drei Ventilarten anpassen. Je breiter der Reifen, desto weniger Druck wird benötigt: Bei City- und Trekkingrädern sind es zwischen 3 und 4,5 Bar, bei Rennrädern mit schmalen Reifen zwischen 6 und 8 Bar und Mountainbikes werden mit rund 2 bis 3 Bar gefahren. Auf der Flanke des Reifens finden Sie oft eine Angabe, die jedoch lediglich den zulässigen Minimal- und Maximaldruck kennzeichnet: Mit den Werten dazwischen nimmt der Reifen keinen Schaden. Auf Schotter- und Waldwegen sind Sie mit geringem Druck bequemer unterwegs, auf glattem Asphalt sind Sie mit hohem Reifendruck am schnellsten. "HP" ist die Abkürzung für High Pressure, also hohen Druck. "HV" steht für High Volume, also großes Volumen. Die kleinen Handpumpen sind entweder darauf optimiert, einen Reifen mit vielen Hüben auf hohen Druck zu bringen oder aber darauf, mit möglichst wenigen Hüben viel Volumen zu liefern. Manche Pumpen haben einen Umschalter zwischen den beiden Modi. Über welche Produkte wir im Tests-Ressort berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen von den Herstellern. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen. Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen werden uns in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen. Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. Wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind, kaufen wir in einigen Fällen auf eigene Kosten Testgeräte. In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und langfristige Leihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen, bevor sie zurückgegeben werden. So können wir beispielsweise über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen. Oft werden solche Produkte und Rezensionsexemplare zum Beispiel am Ende eines Jahres gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarktes verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden Rezensionsexemplare auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet. In Artikeln des Tests-Ressorts finden sich sogenannte Affiliate-Anzeigen, die Links zu Onlineshops enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link einen dieser Shops und kauft dort ein, wird DER SPIEGEL, aber nie der Autor individuell, in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Die Anzeigen tauchen in Artikeln unabhängig davon auf, ob ein Produkttest positiv oder negativ ausfällt. Eine ausführliche Erklärung zu Affiliate-Links finden Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken. Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels fehlte der Hinweis, dass in die Minipumpe von Lezyne ein Schlüssel zum Festziehen von Presta-Ventilen integriert ist. Wir haben die entsprechende Passage geändert.