Datum23.10.2025 16:25
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Heide (Kreis Dithmarschen) haben Archäologen einen bedeutenden Siedlungsplatz freigelegt, der vom späten Neolithikum bis zur römischen Kaiserzeit bewohnt war. Entdeckt wurden Hausgrundrisse, Keramik und ein gut erhaltenes Gefäß aus der römischen Zeit. Die Auswertung der Funde soll klären, ob die Siedlung durchgehend oder phasenweise genutzt wurde. Die Stadt plant, auf dem Gelände ein Wohngebiet zu errichten, während das Archäologische Landesamt die Ausgrabungen intensiv fortsetzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Dithmarscher Geest“. Lesen Sie jetzt „Siedlungsplatz in Heide freigelegt“. Bei Ausgrabungen in Heide (Kreis Dithmarschen) haben Archäologen einen weitläufigen Siedlungsplatz freigelegt. Nach Angaben des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein war die Siedlung vom späten Neolithikum, das um 2800 vor Christus begann, bis zur römischen Kaiserzeit, die bis 375 nach Christus dauerte, bewohnt. Bei den Grabungen kamen Hausgrundrisse, Grubenhäuser, Siedlungsstrukturen, Keramik und Kochsteingruben ans Licht. Ob die Siedlung durchgehend oder in mehreren Phasen genutzt wurde, soll die Auswertung der Funde klären. Für Ausgrabungsleiterin Solveig Ketelsen war einer der "spannendsten" Funde ein Gefäß aus der römischen Kaiserzeit, welches aus den Jahren um Christi Geburt stammen soll. "Es ist erstaunlich gut erhalten", erklärte sie. Ketelsen vermute, dass darin Vorräte gelagert worden seien. Die Entdeckungen belegen das hohe archäologische Potenzial der Dithmarscher Geest, hieß es. "Die Geest bot zu allen Zeiten ein hervorragendes Siedlungsareal in Nordseenähe", erklärte das Archäologische Landesamt auf Nachfrage. Der feste, höher gelegene Boden erleichterte dort Landwirtschaft und Viehhaltung. Die Stadt Heide plant, auf dem Grabungsgelände ein neues Wohngebiet zu errichten. Deshalb untersucht das Landesamt derzeit das etwa sieben Hektar große Areal intensiv. Schon die Voruntersuchung im vergangenen Jahr hatte auf fünf Hektar deutliche Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung zutage gefördert. © dpa-infocom, dpa:251023-930-199149/1