Datum23.10.2025 15:59
Quellewww.spiegel.de
TLDRSturmtief "Joshua" bringt Orkanböen und Starkregen nach Baden-Württemberg, wo Polizei und Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume und überfluteter Straßen im Einsatz sind. Am meisten betroffen sind Freiburg, Baden-Baden und die Landkreise Waldshut und Lörrach. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor orkanartigen Böen bis zu 130 km/h, insbesondere in höheren Lagen, sowie vor starkem Regen. Die Temperaturen sinken deutlich, und die Schneefallgrenze liegt bei etwa 800 Metern. Vorsicht wird dringend empfohlen.
InhaltUmgestürzte Bäume, überschwemmte Straßen, abgedeckte Dächer: In Freiburg und Baden-Baden haben Polizei und Feuerwehr gut zu tun. Aber auch der restliche Südwesten ist betroffen. Der Wetterdienst rät: lieber daheimbleiben. Sturmtief "Joshua" fegt über Deutschlands Südwesten und sorgt in Baden-Württemberg für einen ungemütlichen Wetterumschwung: Orkanböen auf den Schwarzwald-Gipfeln, Starkregen und baldiger Schnee in höheren Lagen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet im Südwesten mit teils kräftigem Regen durch eine markante Kaltfront. Zudem sinken die Temperaturen deutlich. Wer draußen unterwegs ist, sollte sich also auf echtes Herbstwetter einstellen – und den Regenschirm besser gut festhalten. "Am liebsten daheim bleiben", fasste es ein Meteorologe des DWD zusammen. Wer trotzdem unterwegs ist, sollte vorsichtig sein. Das Freiburger Polizeipräsidium berichtete bis zum Donnerstagmittag von mehr als zwei Dutzend Einsätzen wegen Ästen und umgestürzten Bäumen auf Fahrbahnen. Bislang gab es keine Verletzten. Betroffen seien unter anderem die Landkreise Waldshut, Emmendingen, Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald. Glück im Unglück hatte der Fahrer eines Autos, das während der Fahrt bei Hohentengen am Hochrhein (Kreis Waldshut) von einem Baum getroffen wurde. Er blieb unverletzt. Die Feuerwehr in Baden-Baden hatte ebenfalls alle Hände voll zu tun: Bis zum Mittag rückten sie 41 Mal aus. Bei den meisten der Einsätze mussten umgestürzte Bäume weggeräumt werden, wie es hieß. Mehrmals seien jedoch auch Teile von Dächern abgedeckt worden. Darunter die von zwei Supermärkten, die sich aber ohne Hilfe der Feuerwehr um das Problem gekümmert hätten. Keller und Straßen wurden überflutet. Mehrere Straßen wurden zudem zeitweise gesperrt, so auch die B500 bei Baden-Baden wegen abgestürzter Baumkronen. Der Einsatz war den Aussagen eines Feuerwehrsprechers zufolge fast in Rekordzeit zu Ende – ganze drei Minuten hat die Sperre gedauert. Für Lagen oberhalb von 1000 Metern gelten Unwetterwarnungen der Stufe 3 von 4. Der DWD warnt vor orkanartigen Böen bis voraussichtlich Freitagmorgen. Vor allem in Lagen oberhalb von 1000 Metern sind laut DWD Windgeschwindigkeiten um die 130 Kilometer pro Stunde möglich, aber auch in tieferen Lagen wird es stürmisch. Die Unwetterwarnungen vor orkanartigen Böen gelten laut Deutschem Wetterdienst für die Regierungsbezirke Freiburg und Karlsruhe. Ein Meteorologe des DWD riet zur Vorsicht und empfahl, wegen eines höheren Risikos für Baumschäden bei diesen Sturmlagen nicht in den Wald zu gehen. Lose Gegenstände im Garten sollten festgebunden werden. Zum stürmischen Wetter kommt laut DWD auch in Teilen Baden-Württembergs Starkregen hinzu: Bis Donnerstagmittag werden im Schwarzwald, am Hochrhein und im Norden gebietsweise Mengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb von etwa sechs Stunden erwartet. In der Nacht zum Freitag kühlt es deutlich ab, im höheren Bergland auf bis zu 2 Grad. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 800 Meter. Dort sind Schneeflocken möglich.