Datum23.10.2025 07:00
Quellewww.zeit.de
TLDRNach umstrittenen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Migration ruft das Bündnis "Solidarisches Magdeburg" zu einer Kundgebung am kommenden Samstag in Magdeburg auf. Unter dem Motto "Wir sind das Stadtbild!" möchten die Organisatoren für eine bunte und vielfältige Gesellschaft eintreten. Der Sprecher des Bündnisses äußerte Besorgnis über Merz’ spaltende Aussagen zur Migrationspolitik. Diese Debatte wurde durch Merz’ Kommentar zur Präsenz von Migranten ohne Aufenthaltsrecht und Arbeit entfacht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umstrittene Merz-Äußerung“. Lesen Sie jetzt „Stadtbild-Debatte: Bündnis ruft zu Kundgebung in Magdeburg“. Nach der umstrittenen Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Migration im Stadtbild ruft das Bündnis "Solidarisches Magdeburg" zu einer Demonstration auf dem Alten Markt vor dem Rathaus von Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt auf. Unter dem Motto "Wir sind das Stadtbild!" solle am kommenden Samstag ab 13.00 Uhr eine Kundgebung stattfinden, die "bunt, vielfältig und offen" werden soll, teilten die Organisatoren mit. "Wir sind besorgt über die jüngsten Äußerungen des Kanzlers. Zum wiederholten Mal trägt er mit seinen Worten zur Spaltung der Gesellschaft bei", sagte Fabian Koch, Sprecher des Bündnisses. Seit Tagen sorgt eine Äußerung des Bundeskanzlers für Diskussionen in Politik, Gesellschaft und Medien. Ausgangspunkt für die Debatte war eine Aussage des Kanzlers zur Migrationspolitik in der vergangenen Woche in Potsdam, in der dieser sagte: "Wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem". Am Mittwoch konkretisierte Merz, es sei ihm um Migranten ohne Aufenthaltsrecht und Arbeit gegangen, die sich nicht an die in Deutschland geltenden Regeln halten. Das Bündnis "Solidarisches Magdeburg" hat bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Aktionen und Demonstrationen mobilisiert - etwa als Teil breiter zivilgesellschaftlicher Proteste gegen Rechts oder beim Bilden einer Menschenkette durch das Stadtgebiet nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr. © dpa-infocom, dpa:251023-930-195997/1