Brigitte Bardot wettert gegen »Fake News« über ihren Tod

Datum23.10.2025 05:00

Quellewww.spiegel.de

TLDRBrigitte Bardot hat entschieden gegen Gerüchte über ihren Tod protestiert, die nach ihrer kürzlichen Operation aufgetaucht sind. Die 91-jährige Schauspielerin stellte klar, dass es ihr gut gehe und bezeichnete die Berichte als "Fake News". Nach einem kleinen Eingriff in Südfrankreich kehrte sie nach Saint-Tropez zurück. In einem Interview sprach sie auch über Feminisumus und äußerte sich kritisch über rechtliche Konsequenzen für Männer wegen sexuellen Übergriffen, darunter Gérard Depardieu, ohne die Opfer zu thematisieren.

InhaltGerade musste sich Brigitte Bardot einer Operation unterziehen. Doch im Sterben liegt die 91-jährige Französin nicht – wie sie nun in unmissverständlichen Worten klarstellte. Im September ist mit Claudia Cardinale eine Legende des europäischen Kinos im hohen Alter gestorben (einen Nachruf lesen Sie hier  ). Mit ihren 91 Jahren ist Brigitte Bardot sogar noch vier Jahre älter als es Cardinale bei ihrem Tod war. Trotzdem weist die französische Filmikone Gerüchte über ihren Gesundheitszustand entschieden zurück. "Ich weiß nicht, welcher Idiot heute Abend diese 'Fake News' über meinen Tod verbreitet hat, aber seien Sie versichert, dass es mir gut geht", erklärte sie am Mittwoch im Onlinedienst X. Über den Gesundheitszustand von Bardot, bekannt durch Filme wie "Und ewig lockt das Weib" und "Verachtung", waren zuletzt immer wieder Gerüchte kursiert. Sie unterzog sich in der vergangenen Woche in einer Privatklinik in Südfrankreich einer Operation. Ihr Büro erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass es sich um einen "kleinen" Eingriff gehandelt habe, der "außerordentlich gut" verlaufen sei. Am Freitag kehrte Bardot nach Saint-Tropez nach Hause zurück. Dort lebt sie seit langer Zeit zurückgezogen. Im Mai dieses Jahres hatte sie zum ersten Mal seit elf Jahren wieder ein Fernsehinterview gegeben. Darin sprach sie über ihren "letzten Kampf", wie sie selbst sagt. Dieser gelte dem Verbot der Hetzjagd in Frankreich, bei der Reiter Wildtiere mit Hunden jagen. Allerdings äußerte sich Bardot auch in bemerkenswerten Worten über Gérard Depardieu und einen weiteren Schauspieler. Gegen beide hatten mehrere Frauen wegen sexueller Übergriffe Anzeige erstattet. Der Fünfzigerjahre-Star ereiferte sich: "Diejenigen, die Talent haben und einem Mädchen an den Hintern fassen, werden in den hintersten Winkel eines Burgverlieses geworfen", sagte sie. Man solle diese Männer weiterleben lassen. "Ich mag Männer", sagt das ehemalige Sexsymbol. Feminismus sei nicht ihr Ding. Die Opfer der sexuellen Gewalt interessieren sie offenbar eher nicht. In dem TV-Interview verlor sie kein Wort über die Frauen. Depardieu war im Mai wegen sexueller Übergriffe zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. In einem weiteren Prozess droht ihm zudem eine Strafe wegen mutmaßlicher Vergewaltigung.