Erklärung von Verteidigungsminister Hegseth: US-Militär tötet fünf angebliche Drogenschmuggler im Pazifik

Datum23.10.2025 05:02

Quellewww.spiegel.de

TLDRUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass das US-Militär im Pazifik einen Angriff auf zwei angeblich mit Drogen beladene Boote durchgeführt hat, wobei fünf Menschen getötet wurden. Die Angriffe, die als Teil eines Kampfes gegen Drogenkartelle angesehen werden, erfolgen in internationalen Gewässern und wurden mit Terrorismus verglichen. Diese Maßnahmen stoßen auf erheblichen Widerstand und Kritik, insbesondere weil keine rechtliche Grundlage für die Angriffe angegeben wurde. Kolumbiens Präsident warf den USA vor, einen unschuldigen Fischer getötet zu haben.

InhaltBinnen weniger Tage haben die USA zwei Boote im Pazifik angegriffen. Laut Verteidigungsminister Hegseth waren sie mit Drogen beladen. Fünf Menschen seien getötet worden. Und: "Diese Angriffe werden fortgesetzt, Tag für Tag." Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein angeblich mit Drogen beladenes Boot im Pazifik bombardiert. Die Attacke sei am Mittwoch in internationalen Gewässern erfolgt und habe drei Menschen getötet, schrieb Verteidigungsminister Pete Hegseth bei X. Einige Stunden zuvor hatte er auf derselben Plattform über einen US-Angriff am Dienstag mit zwei Toten im Pazifik informiert  . Dabei handelte es sich um die erste bekannte US-Attacke vor der Westküste Lateinamerikas, nachdem vorher stets von Angriffen in der Karibik die Rede gewesen war. In beiden Fälle sprach Hegseth davon, dass das jeweils angegriffene Boot von einer "Terrororganisation" benutzt worden sei, auf einer bekannten Schmuggelroute gefahren und mit Drogen beladen gewesen sei. Drogenkartelle verglich er dabei mit der islamistischen Terrororganisation al-Qaida. "Diese Angriffe werden fortgesetzt, Tag für Tag", betonte Hegseth in seinem jüngsten Post . Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die USA hatten jüngst bereits mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik angegriffen. Mehr als 30 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Das Vorgehen sorgte für viel Kritik, auch weil die US-Regierung von Präsident Donald Trump keine rechtliche Grundlage für ihr Handeln nannte. Die Vereinten Nationen riefen die US-Regierung zur Zurückhaltung auf. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro warf den USA mit Blick auf einen der Angriffe zuletzt den Mord an einem Fischer in eigenem Seegebiet vor (mehr dazu hier). "Der Fischer Alejandro Carranza hatte keine Verbindung zum Drogenhandel und sein tägliches Tun war das Fischen", schrieb Petro. "Wir erwarten dazu die Erklärungen der US-Regierung." US-Medien berichteten jüngst, Trump habe entschieden, dass sich die Vereinigten Staaten in einem "bewaffneten Konflikt" mit Drogenkartellen befinden. Die Drogenkartelle beziehungsweise ihnen zugerechnete mutmaßliche Schmuggler stuft die US-Regierung den Angaben nach als "unrechtmäßige Kombattanten" ein. Mehr zu Trumps Schattenkrieg in der Karibik erfahren Sie hier  .