Immobilien: Verena Hubertz will Bauen für Familien attraktiver machen

Datum22.10.2025 17:32

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Bundesregierung unter Bauministerin Verena Hubertz will Familien den Weg zum Eigenheim erleichtern. Ab dem 23. Oktober gelten in den Förderprogrammen "Jung kauft Alt" und "Wohneigentum für Familien" bessere Zinsbedingungen und gesenkte Sanierungsanforderungen. Dies soll vor allem Familien mit kleinen und mittleren Einkommen zugutekommen. Trotz eines Anstiegs an Baugenehmigungen zu Beginn des zweiten Halbjahres 2023 ist der Immobilienmarkt durch hohe Zinsen und Materialkosten stark belastet.

InhaltDie Bundesregierung will Familien dabei helfen, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. In zwei Förderprogrammen gelten künftig bessere Zinsbedingungen. Zusätzlich werden Sanierungsanforderungen gesenkt. Der Traum vom Haus im Grünen soll nach Willen der Bundesregierung für mehr Familien mit kleinen und mittleren Einkommen in Erfüllung gehen. Das Bauministerium will sie künftig mehr unterstützen. In zwei Förderprogrammen gelten deshalb ab dem 23. Oktober bessere Zinsbedingungen. Außerdem werden Sanierungsanforderungen gesenkt, wie das Bauministerium mitteilte  . Konkret geht es um die Förderbedingungen der Programme "Jung kauft Alt" und "Wohneigentum für Familien". Diese würden deutlich verbessert werden, sagte Bauministerin Verena Hubertz (SPD). "Damit mehr Familien ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Denn Wohneigentum ist kein Luxus, sondern eine Investition in Sicherheit, Unabhängigkeit und Lebensqualität", so die Ministerin. Die neuen Konditionen beider Programme können ab Donnerstag über die Hausbank bei der KfW beantragt werden. Viele Familien hätten bisher gezögert, weil sie sich etwa die beim Programm "Jung kauft Alt" geforderte Sanierung nicht zugetraut hätten. Um die Hemmschwelle abzusenken, müsse nun in den ersten viereinhalb Jahren nach dem Kauf nur noch auf das energetische Mindestniveau eines Effizienzhauses mit Standard 85 EE saniert werden, hieß es aus dem Bauministerium. Auch die besseren Zinskonditionen sollten jungen Familien Mut machen, den Schritt ins Eigenheim zu wagen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen zu Beginn der zweiten Jahreshälfte sprunghaft gestiegen. Im Juli wurden 22.100 Wohnungen genehmigt und damit 30 Prozent oder 5100 mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings war die Zahl im Juli 2024 auf den niedrigsten Wert seit 2009 eingebrochen. Höhere Zinsen und teure Baumaterialien hatten den jahrelangen Bauboom beendet.