Datum22.10.2025 19:59
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Kiel demonstrierten mindestens 1.500 Menschen gegen die umstrittenen "Stadtbild"-Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die von Fridays for Future organisiert wurde. Die Protestierenden zogen zum CDU-Landesverband mit Slogans wie "Nicht unser Kanzler" und "Hass stört das Stadtbild". Die Stimmung blieb friedlich, und es gab keine Zwischenfälle. Merz verteidigte seine Aussagen zur Migrationspolitik und wies die Kritik, auch von der SPD, zurück und erklärte, keine seiner Äußerungen zurücknehmen zu wollen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Demonstration“. Lesen Sie jetzt „1.500 protestieren in Kiel wegen "Stadtbild"-Äußerungen“. Mindestens 1.500 Menschen sind nach den umstrittenen "Stadtbild"-Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Kiel auf die Straße gegangen. Zu der Demonstration unter dem Motto "Unser Stadtbild ist bunt" hatte Fridays for Future aufgerufen. Die Demonstranten zogen am Abend vom Welcome Center am Rathaus zur CDU-Landesgeschäftsstelle. Nach Polizeiangaben waren 1.500 Menschen vor Ort, die Veranstalter sprachen von 4.000. Auf Schildern waren Sprüche zu lesen wie "Nicht unser Kanzler", "Hass stört das Stadtbild" oder "Wir sind die Brandmauer". Die Stimmung sei friedlich gewesen, sagte ein Fotograf der Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben der Polizei gab es keine Zwischenfälle. Ausgangspunkt der Debatte und der Demonstration war die Aussage von Regierungschef Merz in der vergangenen Woche, dass die Bundesregierung frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik korrigiere und Fortschritte mache. "Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen." An der Äußerung von Merz gab es viel Kritik - auch vom Koalitionspartner SPD und teils aus den eigenen Reihen. Auf einer weiteren Pressekonferenz am Montag blieb der Kanzler bei seinem Satz. "Ich habe gar nichts zurückzunehmen", sagte Merz. © dpa-infocom, dpa:251022-930-194870/1