Datum22.10.2025 17:53
Quellewww.zeit.de
TLDREin Geldwäsche-Prozess beginnt Anfang 2026 vor dem Landgericht Koblenz gegen ehemalige Mitarbeiter einer Mainzer Bank. Die Angeklagten, im Alter von 42 bis 69 Jahren, stehen im Verdacht, an einem internationalen Betrugsnetzwerk beteiligt zu sein, das durch fingierten Wertpapierhandel 1,72 Milliarden Euro an unrechtmäßigen Kapitalertragssteuern in Dänemark und Belgien erlangte. Die Gelder wurden auf Bankkonten verbucht, ohne dass eine Geldwäscheanzeige erstattet wurde. Der Prozess ist für den Zeitraum vom 27. Januar bis 23. Juni 2026 angesetzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Dubioser Wertpapierhandel“. Lesen Sie jetzt „Geldwäsche-Prozess startet Anfang 2026 in Koblenz“. Ehemalige Mitarbeiter einer Mainzer Bank müssen sich Anfang 2026 wegen des Vorwurfs der banden- und gewerbsmäßiger Geldwäsche vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Es geht demnach um 27 Fälle. Die Angeklagten sind 42 bis 69 Jahre alt, wie es in einer Mitteilung des Gerichts heißt. Sie seien in verschiedenen Funktionen bei der Bank tätig gewesen. Eine internationale Tätergruppe soll laut Anklage über vorgetäuschten Wertpapierhandel von Finanzbehörden in Dänemark und Belgien zu Unrecht Kapitalertragssteuern in Höhe von insgesamt 1,72 Milliarden Euro erhalten haben. Diese Gelder seien auf Konten der in Mainz ansässigen Bank verbucht worden, ohne eine Geldwäscheanzeige zu erstatten. Zudem seien die eingegangenen Gelder zur weiteren Verschleierung an weitere der Tätergruppe angehörende Personen und Gesellschaften überwiesen worden. Die Angeklagten sollen in den vorgetäuschten Wertpapierhandel eingebunden gewesen sein und hätten Kenntnis von dem Kontomodell gehabt, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts. Der Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer ist vom 27. Januar bis zum 23. Juni 2026 terminiert. © dpa-infocom, dpa:251022-930-194587/1