Datum22.10.2025 17:31
Quellewww.zeit.de
TLDREin 16-Jähriger wurde in einem Lemgoer Supermarkt lebensgefährlich verletzt, doch der tödliche Messerangriff war nicht das Ergebnis eines Streits. Der 33-jährige Tatverdächtige, der in Untersuchungshaft sitzt, kannte das Opfer nicht und griff ihn grundlos an. Er verfolgte den Jugendlichen und attackierte ihn im Kassenbereich. Die Obduktion ergab, dass die verletzenden Messerstiche im Brust- und Kopfbereich zum Tod führten. Der Verdächtige hat eine Vorgeschichte mit Betäubungsmitteldelikten und schweigt zu den Vorwürfen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Lemgo“. Lesen Sie jetzt „Kein Streit vor tödlichem Angriff in Supermarkt“. Der tödliche Messerangriff auf einen 16-Jährigen in einem Supermarkt im Kreis Lippe ist entgegen der ursprünglichen Vermutung nicht durch einen Streit ausgelöst worden. Der 33-jährige Tatverdächtige, der in Untersuchungshaft sitzt, hat das Opfer nach den bisherigen Erkenntnissen auch nicht gekannt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Zuvor hatten sie Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen zu der Tat von Montagabend im nordrhein-westfälischen Lemgo ausgewertet. Schon am Tag nach der Tat hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft die Vermutung geäußert, dass der Verdächtige den 16-Jährigen grundlos ohne Vorgeschichte angegriffen haben könnte. Der 33-Jährige sei in der Vergangenheit mit Betäubungsmitteldelikten polizeilich in Erscheinung getreten. In den Vernehmungen schweige er bisher, hieß es in der aktuellen Mitteilung. Die Obduktion des Opfers habe ergeben, dass Gewalt – also Messerstiche – gegen Brust und Kopf zum Tod geführt haben. Der 33-Jährige war den bisherigen Ermittlungen zufolge mit einem Messer auf den 16-Jährigen und seine zwei Begleiter auf dem Parkplatz zugelaufen. Er folgte dem flüchtenden 16-Jährigen demnach in den Supermarkt, attackierte ihn im Kassenbereich und verletzte ihn tödlich. Der mutmaßliche Täter und das Opfer sind deutsche Staatsbürger. © dpa-infocom, dpa:251022-930-194511/1