Datum22.10.2025 15:26
Quellewww.zeit.de
TLDREin Besuch des maritimen Koordinators Christoph Ploß auf der Peene-Werft in Wolgast hat den Optimismus für die Zukunft des Schiffbau-Standorts gestärkt. Der Staatssekretär Heiko Miraß berichtete von positiven Signalen, obwohl konkrete Ankündigungen fehlten. Die Peene-Werft, die zu Lürssen gehört, beschäftigt derzeit etwa 600 Mitarbeiter und plant aufgrund der strategischen Bedeutung einen Beschäftigungsaufbau. Rheinmetall wird voraussichtlich 2026 Eigentümer der Werft. Ploß forderte Investitionen in die Hafeninfrastruktur aus dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schiffbau“. Lesen Sie jetzt „Optimismus auf Peene-Werft Wolgast“. Nach einem Besuch des maritimen Koordinators der Bundesregierung, Christoph Ploß, auf der Peene-Werft in Wolgast wächst die Erwartung auf eine glänzende Zukunft des Schiffbau-Standortes in Vorpommern. "Alles, was an Signalen kam, ist positiv für die Peene-Werft", sagte der Vorpommern-Staatssekretär der Schweriner Landesregierung, Heiko Miraß (SPD), nach dem Besuch am Mittwoch. Konkrete Ankündigungen gab es demnach nicht. Die strategische Bedeutung von Wolgast als Werft für Spezialschiffe sei aber deutlich geworden, so Miraß. Die Visite galt als Antrittsbesuch von Ploß auf der Werft für Spezialschiffe. Dort arbeiten dem Schweriner Staatssekretär zufolge aktuell 400 eigene Beschäftigte und weitere 200 von Subunternehmen oder Kooperationspartnern. Für die Zukunft rechne er mit einem Beschäftigungsaufbau, sagte der Staatssekretär. Die Peene-Werft gehört als einer von vier Schiffbaubetrieben im deutschen Norden zur Marinesparte des in Bremen ansässigen Unternehmens Lürssen, der Naval Vessels Lürssen (NVL). In Kürze ist ein Eigentümerwechsel vorgesehen: Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall will NVL Anfang 2026 übernehmen. "Vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden streben die Parteien den Vollzug der Übernahme für Anfang 2026 an", teilte Rheinmetall im September mit. Ploß betonte in einer Mitteilung, der Bund werde mit maritimen Forschungsprogrammen und Bürgschaften die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass der Schiffbaustandort Mecklenburg-Vorpommern gestärkt werde - auch wegen der geopolitischen Bedeutung. An die Schweriner Landesregierung appellierte er, Geld aus dem 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen schwerpunktmäßig in die Häfen zu investieren. © dpa-infocom, dpa:251022-930-193610/1