Krankheiten: Mann in Unterfranken mit West-Nil-Virus infiziert

Datum22.10.2025 14:56

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Unterfranken hat sich ein Mann mit dem West-Nil-Virus infiziert, was die zweite Infektion in Bayern darstellt. Die Übertragung geschah über eine Mücke, was neu ist, da der erste Fall auf einen infizierten Vogel zurückging. Das Risiko weiterer Infektionen wird als gering eingeschätzt, da die Stechmückensaison endet. In 80 Prozent der Fälle verläuft die Infektion symptomlos; bei 20 Prozent treten leichte Symptome auf. Schwere Verläufe sind vor allem bei älteren Personen möglich.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Krankheiten“. Lesen Sie jetzt „Mann in Unterfranken mit West-Nil-Virus infiziert“. Im Landkreis Aschaffenburg hat sich ein Mann mit dem West-Nil-Virus angesteckt. Es handle sich um die zweite solche Infektion in Bayern und um die erste, die auf eine Mücke zurückgeführt werden könne, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Dies hätten Ermittlungen zum Ansteckungsweg ergeben. Vor einigen Jahren habe sich bereits ein Tierarzt bei der Obduktion eines verendeten Vogels - einem Bartkauz - infiziert. Übertragungen von Menschen zu Mensch seien bislang nicht bekannt, hieß es. Da sich die Saison der Stechmücken heuer dem Ende zuneige, werde das Risiko weiterer Infektionen als gering eingeschätzt. Die Infektion mit dem West-Nil-Virus verläuft laut dem LGL bei 80 Prozent der Infizierten symptomlos - so auch im Fall des Mannes in Unterfranken. In rund 20 Prozent der Fälle zeigten Infizierte leichte Krankheitsanzeichen wie Fieber und grippeähnliche Symptome. In Einzelfällen – insbesondere bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen – könne die Infektion aber auch schwer verlaufen und in sehr seltenen Fällen tödlich enden.  Zur Infektion kommt es meist über den Kontakt mit infizierten Vögeln oder Stiche der weit verbreiteten einheimischen sogenannten Culex-Mücke. Die meisten Infektionen von Menschen aus Deutschland mit dem West-Nil-Virus gehen demnach auf Auslandsaufenthalte zurück. Doch auch im Inland werden immer wieder Infektionen gemeldet. Zwischen 2019 und 2024 waren es laut LGL jährlich zwischen vier und 35 Fällen, die meisten davon in Ostdeutschland. © dpa-infocom, dpa:251022-930-193386/1