Gesellschaft: Ukrainerin erhält Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz

Datum22.10.2025 13:21

Quellewww.zeit.de

TLDRSvitlana Kovalchuk, eine 36-jährige Ukrainerin und Masterstudentin an der Technischen Universität Dresden, erhält das "Marwa El-Sherbini-Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz". Dieses zweijährige Stipendium, dotiert mit 750 Euro monatlich, wird in Erinnerung an die 2009 ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini vergeben. Kovalchuk engagiert sich für Flüchtlinge und will mit ihrem Wissen zur interkulturellen Verständigung beitragen. Die sächsische Sozialministerin beschreibt sie als herausragende Botschafterin für Toleranz und gesellschaftliche Mitgestaltung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gesellschaft“. Lesen Sie jetzt „Ukrainerin erhält Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz“. Die gebürtige Ukrainerin Svitlana Kovalchuk (36) erhält nach Angaben des Sozialministeriums und der Stadt Dresden das "Marwa El-Sherbini-Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz". Das für zwei Jahre vergebene Stipendium ist mit monatlich 750 Euro dotiert und wird vom Land Sachsen, der Stadt Dresden und der Forschungsallianz Dresden Concept gestiftet. Es erinnert an die Ägypterin Marwa El-Sherbini, die im Sommer 2009 bei einer Verhandlung im Landgericht Dresden Opfer eines rassistisch und islamfeindlich motivierten Mordes wurde.  Svitlana Kovalchuk ist Masterstudentin an der Technischen Universität Dresden und kümmert sich um Flüchtlinge aus ihrem Heimatland. Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bezeichnete die 36-Jährige als Multitalent. "Aktive gesellschaftliche Mitgestaltung liegt ihr am Herzen. Sie baut Brücken zwischen unterschiedlichen Sprach- und Kulturgruppen." Sie sei eine "herausragende Botschafterin" für das Stipendium. Kovalchuk sieht in dem Stipendium nicht nur eine Unterstützung für ihr Studium, sondern "vor allem die Möglichkeit, zu einem weltoffenen und toleranten Dresden beizutragen. Mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen möchte ich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen helfen, einander besser zu verstehen und in der Vielfalt eine Stärke zu sehen – nicht ein Hindernis." Marwa El-Sherbini hatte einen Russlanddeutschen wegen rassistischer Beleidigung auf einem Spielplatz angezeigt. Im Berufungsverfahren am 1. Juli 2009 stach der Angeklagte die Schwangere nach ihrer Zeugenaussage nieder. Der Täter wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. © dpa-infocom, dpa:251022-930-192931/1