Datum22.10.2025 11:09
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsens Finanzminister Christian Piwarz (CDU) ruft zu einer verstärkten Bekämpfung der Geldwäsche auf und betont die Rolle von Betriebsprüfern, die zur Erkennung beitragen sollen. Piwarz weist auf die jährlich geschätzten 100 Milliarden Euro "schmutziges Geld" in Deutschland hin und warnt vor der Gefährdung der Glaubwürdigkeit des Rechtssystems durch zunehmende organisierte Kriminalität. Er fordert eine umfassende Zusammenarbeit von Strafverfolgungsbehörden und Steuerfahndern, um gegen kriminelle Strukturen entschlossen vorzugehen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Finanzkriminalität“. Lesen Sie jetzt „Finanzminister will Geldwäsche stärker bekämpfen“. Sachsens Finanzminister Christian Piwarz (CDU) hat sich für eine stärkere Bekämpfung der Geldwäsche ausgesprochen und sieht dabei auch Experten wie Betriebsprüfer in der Pflicht. Sie hätten einen tieferen Einblick in Betriebe, ihre Erfahrung werde beim Erkennen von Geldwäsche benötigt, erklärte der Minister beim Jahrestag der Sächsischen Betriebsprüfung in Meißen. "Wenn wir nicht wollen, dass sich kriminelle Banden, die sich durch Geldwäsche finanzieren, weiter festsetzen, müssen wir gemeinsam und entschlossen dagegen vorgehen", betonte der Minister. Dafür sei es essenziell, dass die Strafverfolgungsbehörden und Steuerfahnder alle notwendigen Informationen erhalten. Bei der Betriebsprüfung müsse sowohl der steuerrechtliche Blick als auch der Blick für Geldwäsche angewendet werden. Nach Angaben des Finanzministeriums werden in Deutschland jährlich schätzungsweise 100 Milliarden Euro "schmutziges Geld" gewaschen. "Auch in Sachsen verfestigen sich die Strukturen der Organisierten Kriminalität und Clankriminalität stetig. Dies droht die Glaubwürdigkeit in unser Rechtssystem zu erschüttern, wenn wir nicht konsequent eingreifen", hob Piwarz hervor. Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund alleine aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert. © dpa-infocom, dpa:251022-930-192020/1