"Stadtbild"-Debatte: Marcel Fratzscher warnt vor wirtschaftlichen Folgen von Merz-Aussage

Datum22.10.2025 09:50

Quellewww.zeit.de

TLDRMarcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, kritisiert die "Stadtbild"-Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als schädlich für die Willkommenskultur und die Wirtschaft. Er warnt, dass solche Aussagen gesellschaftliche Polarisierung fördern und den Fachkräftemangel in Deutschland verstärken könnten. Merz sieht das Stadtbild mit Migration und Abschiebepolitik verbunden und besteht darauf, seine Meinung nicht zu ändern.

InhaltAuch der Ökonom Marcel Fratzscher kritisiert die "Stadtbild"-Aussage des Kanzlers: Sie schwäche die Willkommenskultur und richte erheblichen wirtschaftlichen Schaden an. Der renommierte Ökonom Marcel Fratzscher warnt vor den wirtschaftlichen Folgen der "Stadtbild"-Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Seine jüngsten Äußerungen verschärfen die gesellschaftliche Polarisierung und richten einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden an", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung dem Handelsblatt. "Die Botschaft des Bundeskanzlers schwächt die Willkommenskultur Deutschlands und wird den Fachkräftemangel in Deutschland in den kommenden Jahren verschärfen." Merz hatte kürzlich die Themen Stadtbild, Migration und Abschiebepolitik in eine Verbindung gebracht und am Montag noch einmal bekräftigt, er habe hierbei nichts zurückzunehmen. Fratzscher sagte dazu: "Der Bundeskanzler scheint ein Problem darin zu sehen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und dass das Stadtbild daher natürlich von Menschen mit Migrationsgeschichte geprägt ist." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.