Datum22.10.2025 09:40
Quellewww.spiegel.de
TLDROpenAI hat mit "Atlas" einen eigenen KI-Browser vorgestellt, der vorerst nur für Mac verfügbar ist. Der Browser integriert ChatGPT in eine Seitenleiste, um Websites zu scannen und kontextbezogene Hilfe zu bieten, wie z.B. das Zusammenfassen von Inhalten oder das Vergleichen von Artikeln. Funktionen wie das eigenständige Buchen von Reisen sind nur für zahlende Kunden zugänglich. "Atlas" nutzt die Chromium-Technologie und tritt damit in Konkurrenz zu Google Chrome und Apples Safari.
InhaltOpenAI will mit ChatGPT immer mehr Felder erobern. Nun präsentiert Firmenchef Sam Altmann einen eigenen Browser mit eingebauter KI. "Atlas" ist erst mal nur für das Mac-Betriebssystem von Apple verfügbar. Der ChatGPT-Entwickler OpenAI fordert Google und Apple mit einem eigenen Webbrowser heraus. Die Idee dahinter ist, den Chatbot ChatGPT über eine Seitenleiste in die Nutzung von Websites zu integrieren. Damit ermöglicht er es der generativen KI, die angezeigte Seite zu scannen und Hilfe zum Kontext bereitzustellen, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer zwischen verschiedenen Tabs hin- und herklicken müssen. Anwendungsbeispiele sind, dass die KI den Inhalt einer Seite zusammenfasst oder verschiedene Artikel bei einem Onlineeinkauf vergleicht, wie OpenAI bei der Ankündigung erläuterte. Zugleich soll ChatGPT es Nutzerinnen und Nutzern erleichtern, Dinge wiederzufinden, die man im Netz gesehen hat. OpenAI nennt als Beispiel, dass man ChatGPT bitten könne, die Halloween-Dekoration anzuzeigen, die man sich vergangene Woche angesehen habe. Viele dieser Funktionen ähneln anderen KI-Agenten für Browser wie etwa Copilot im Microsoft-Browser Edge oder Gemini für Chrome. Funktionen, bei denen ChatGPT eigenständig Aufgaben im Auftrag der Nutzer erledigen kann – wie etwa eine Reise buchen – bleiben zahlenden Abokunden von OpenAI vorbehalten. Der Browser mit dem Namen "Atlas" wird zunächst nur für Apples Mac-Computer verfügbar sein. Google stellt aktuell den weltweit meistgenutzten Webbrowser mit Chrome. Apples Konkurrenz-Software Safari hat vor allem auf iPhones eine starke Position. Bisher beherrscht Google mit seinem Browser Chrome den Markt. Kürzlich hatte der Alphabet-Konzern eine eigene KI-gestützte Suchmaschine an den Start gebracht. In den vergangenen Monaten starteten auch andere KI-Firmen eigene Webbrowser, etwa Perplexity mit Comet. Dabei geht es darum, die KI-Technik auf so viele Anwendungen wie möglich auszuweiten. "Atlas" basiert auf dem Open-Source-Browserprojekt Chromium, das die technische Grundlage für eine Vielzahl von Browsern darstellt, unter anderem Chrome, Edge, Opera oder Vivaldi. Chromium darf unter bestimmten Voraussetzungen frei für andere Browserentwicklungen verwendet werden. Zentraler Entwickler von Chromium ist wiederum Google, dessen Chrome-Browser sich aber in vielen Punkten unterscheidet.