Peru: Perus Präsident ruft nach Protesten Ausnahmezustand in Lima aus

Datum22.10.2025 07:52

Quellewww.zeit.de

TLDRNach gewaltsamen Protesten mit einem Todesopfer hat Perus Übergangspräsident José Jerí einen 30-tägigen Ausnahmezustand für Lima und Callao ausgerufen. Diese Entscheidung folgt auf eskalierende Auseinandersetzungen, bei denen ein 32-jähriger Rapper von einem Polizisten erschossen wurde. Der Ausnahmezustand ermöglicht den Einsatz des Militärs zur Unterstützung der Polizei und schränkt die Versammlungsfreiheit ein. Bei den Protesten wurden mindestens 113 Personen verletzt, darunter 84 Polizisten.

InhaltNach gewaltsamen Protesten mit einem Toten verhängt Übergangspräsident José Jerí den Ausnahmezustand. Ab Mittwoch gilt dieser in Lima und im benachbarten Callao. Der Übergangspräsident José Jerí hat für Perus Hauptstadt Lima und den benachbarten Hafen von Callao als Reaktion auf gewaltsame Proteste den Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser werde für 30 Tage in Kraft sein, sagte Jerí am Dienstag (Ortszeit) in einer im staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Botschaft. Die Maßnahme trat kurz nach Mitternacht in Kraft und wurde zuvor vom Ministerrat gebilligt. Der Ausnahmezustand erlaubt es der Regierung, das Militär zur Unterstützung der Polizei auf die Straßen zu schicken und Rechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken.  Die Ankündigung folgte auf Proteste in der vergangenen Woche. Diese waren in Lima zuletzt gewaltsam eskaliert. Ein Demonstrant wurde dabei getötet. Laut Polizei soll ein Beamter der Kriminalpolizei die Kugel abgefeuert haben, die am vergangenen Mittwoch den 32-jährigen, als "Truvco" bekannten Rapper Eduardo Ruiz tödlich traf. Mindestens 113 Menschen, darunter 84 Polizisten, seien zudem verletzt worden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.