Atlas: OpenAI stellt eigenen Webbrowser rund um ChatGPT vor

Datum21.10.2025 22:53

Quellewww.zeit.de

TLDROpenAI hat mit Atlas einen eigenen Webbrowser vorgestellt, der um die KI ChatGPT herum funktioniert und derzeit auf Apple-Laptops verfügbar ist. Atlas ermöglicht es Nutzern, hilfreiche Kontextinformationen direkt über eine Seitenleiste abzurufen. Zukünftig soll der Browser auch für Windows und mobile Betriebssysteme erhältlich sein. Trotz einer Nutzerbasis von über 800 Millionen sucht OpenAI nach Wegen zur Profitabilität. Der Browser wird als potenzielles Konkurrenzprodukt zu Googles Chrome positioniert, dessen Aktienwert nach der Ankündigung gesunken ist.

InhaltDer Browser Atlas wurde für ChatGPT konzipiert und ist bereits auf Laptops von Apple verfügbar. Nach der Vorstellung verlor die Aktie des Google-Mutterkonzerns an Wert. OpenAI hat einen eigenen Webbrowser veröffentlicht. Der neue Dienst namens Atlas ist um die Sprach-KI ChatGPT herum aufgebaut, teilte das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien mit. Später soll es auch für Nutzerinnen und Nutzer von Windows sowie Smartphones mit den Betriebssystemen iOS und Android verfügbar sein.   Der neue Browser integriert ChatGPT in einer Seitenleiste. Damit ermöglicht er es der generativen KI, die angezeigte Seite zu scannen und Hilfe zum Kontext bereitzustellen, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer zwischen verschiedenen Tabs hin- und herklicken müssen. Zahlende Nutzer von ChatGPT können laut OpenAI-Chef Sam Altman zudem einen sogenannten KI-Agenten nutzen, der etwa einen Flug reservieren oder Formulare ausfüllen kann. Nach Unternehmensangaben nutzen bereits mehr als 800 Millionen Menschen ChatGPT, viele davon allerdings kostenlos. Bislang schreibt das Unternehmen noch Verluste und sucht daher nach Wegen, profitabel zu werden. Der nun vorgestellte Browser könnte dem Unternehmen zu neuen Werbeeinnahmen verhelfen.  Mit rund drei Milliarden Nutzern weltweit ist Chrome von Google der wichtigste Konkurrent für Atlas. Google integriert inzwischen eigene KI-Funktionen auf Basis seines Systems namens Gemini. Kurz vor der Präsentation von OpenAI verlor die Aktie des Google-Mutterkonzerns Alphabet fast fünf Prozent an Wert. Danach pendelten sich die Abschläge bei gut 1,8 Prozent ein. Chrome könnte für OpenAI ein Vorbild sein: Als Google 2008 Chrome veröffentlichte, galt Microsofts Internet Explorer als unantastbar. Chrome überzeugte jedoch und verdrängte schließlich den Explorer, den Microsoft später durch Edge ersetzte.