Datum21.10.2025 16:58
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Autoindustrie steht vor einer neuen Chipkrise, da der niederländische Halbleiterhersteller Nexperia Lieferprobleme hat. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnt vor möglichen Produktionsstopps, wenn die Versorgung mit Nexperia-Chips nicht bald sichergestellt werden kann. Diese Halbleiter sind entscheidend für elektronische Steuergeräte in Fahrzeugen. Die Probleme resultieren aus der Übernahme der Kontrolle des Unternehmens durch die niederländische Regierung und der Abhängigkeit von chinesischen Zulieferungen, die derzeit ausbleiben. Der VDA sucht nach schnellen Lösungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Autoindustrie“. Lesen Sie jetzt „Chipkrise: Nexperia-Engpass könnte Autowerke stoppen“. Die deutschen Automobilhersteller stehen womöglich vor einer neuen Halbleiterkrise. Wegen Problemen beim niederländischen Chiphersteller Nexperia könnten schon bald Produktionsstopps drohen, warnt der Verband der Automobilindustrie (VDA). "Die Situation könnte schon in naher Zukunft zu erheblichen Produktionseinschränkungen, gegebenenfalls sogar zu Produktionsstopps führen, falls die Lieferunterbrechung von Nexperia-Chips nicht kurzfristig behoben werden kann", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Bei Nexperia gibt es Lieferprobleme, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über die bisher von einer chinesischen Konzernmutter geführten Firma übernommen hatte. Das Unternehmen habe daraufhin Automobilhersteller und Zulieferer informiert, "dass das Unternehmen die Belieferung der Automobilzulieferkette mit seinen Chips nicht mehr in Gänze gewährleisten kann", so die VDA-Chefin. Nexperia ist laut VDA ein wichtiger Zulieferer, dessen Halbleiter häufig in elektronischen Steuergeräten von Fahrzeugelektroniksystemen zum Einsatz kommen. "Der VDA ist seither mit den betroffenen Unternehmen, der Industrie, der Bundesregierung sowie der EU-Kommission in Kontakt. Aktuell sollte der Fokus sein, schnelle und pragmatische Lösungen zu finden", so Müller. Nexperia produziert unter anderem in Hamburg, ist Berichten zufolge aber auf Zulieferungen aus China angewiesen, die nun ausblieben. © dpa-infocom, dpa:251021-930-189608/1