Putenbetrieb betroffen: Erneuter Geflügelpest-Ausbruch im Landkreis Cloppenburg

Datum21.10.2025 16:54

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Landkreis Cloppenburg ist erneut die Geflügelpest (H5N1) ausgebrochen, betroffen ist ein Putenbestand mit 8.800 Tieren in der Gemeinde Garrel. Innerhalb einer Woche wurden bereits 28.900 Puten getötet. Um die Ausbreitung zu verhindern, hat der Landkreis eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern eingerichtet. Geflügel muss in den betroffenen Regionen im Stall gehalten werden, und Veranstaltungen sind untersagt. Auch im benachbarten Landkreis Diepholz gab es einen Ausbruch.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Putenbetrieb betroffen“. Lesen Sie jetzt „Erneuter Geflügelpest-Ausbruch im Landkreis Cloppenburg“. Innerhalb einer Woche ist in der Gemeinde Garrel in einem weiteren Putenbetrieb die Geflügelpest-Variante ausgebrochen. Betroffen ist nach Angaben des Landkreises Cloppenburg ein Bestand mit 8.800 Puten im Alter von 13 Wochen. Die Tiere werden unter Beachtung des Tierschutzgesetzes getötet. Das Friedrich-Loeffler-Institut habe den hochansteckenden Erreger des Typs H5N1 nachgewiesen, hieß es. Bereits am vergangenen Mittwoch mussten in Garrel mehr als 20.000 Puten getötet werden, nachdem in dem Bestand ebenfalls dieser Erreger festgestellt worden war. Insgesamt mussten dem Landkreis zufolge seit vergangener Woche in der Gemeinde rund 28.900 Puten wegen der Geflügelpest getötet werden. Um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, hat der Landkreis eine Sperrzone festgelegt. Von Mittwoch an gilt um den betroffenen Geflügelbetrieb eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern und eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern. Die Überwachungszone betrifft im Landkreis Cloppenburg die Gemeinden Bösel, Emstek und Garrel sowie die Stadt Cloppenburg. Betroffen ist aber auch der Nachbarlandkreis Oldenburg. Auch dort gelte im Grenzbereich zu Garrel die Schutz- und Überwachungszone, teilte der Landkreis mit. Betroffen seien 247 Betriebe mit rund 3,2 Millionen Tieren.  In der betroffenen Region darf Geflügel nur noch im Stall gehalten werden und nicht mehr draußen. Die Betriebe müssen auch besondere Hygiene- und Sicherheitsauflagen beachten, damit der Erreger nicht in die gesunden Tierbestände eindringen kann. Der Kontakt zu Wildvögeln muss vermieden werden. Auch Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte oder ähnliche Veranstaltungen sind vorerst untersagt. Des Weiteren werde der Landkreis Cloppenburg um den betroffenen Putenbetrieb ein Gebiet festlegen, in dem das Wiedereinstallen von Geflügel in leeren Ställen für mindestens 30 Tage untersagt ist. Vor einigen Tagen gab es auch im benachbarten Stuhr (Landkreis Diepholz) einen Geflügelpestausbruch. Betroffen war dort ein Legehennenbetrieb. © dpa-infocom, dpa:251021-930-189579/1