Datum21.10.2025 10:41
Quellewww.spiegel.de
TLDRDonald Trump veröffentlichte ein Video, in dem er als Pilot zu Kenny Loggins' Song "Danger Zone" zu sehen ist, was Loggins vehement ablehnt. Er fordert die sofortige Entfernung des Songs, da er nicht um Erlaubnis gefragt wurde und die Verbindung zu Trump als gefährlich empfindet. Dies geschah im Kontext der landesweiten "No Kings"-Proteste. Loggins ist nicht der erste Musiker, der sich gegen die Nutzung seiner Musik durch Trump wehrt; viele prominente Künstler haben ähnliche Bedenken geäußert.
InhaltAls Reaktion auf die "No Kings"-Proteste veröffentlichte Donald Trump ein Video, das ihn zu dem Song "Danger Zone" als Piloten zeigt. Der Sänger des Filmhits, Kenny Loggins, wehrt sich dagegen. Der Sänger Kenny Loggins äußerte sich mit deutlichen Worten dagegen, dass seine Musik von US-Präsident Donald Trump verwendet wurde: "Niemand hat mich um meine Erlaubnis gebeten – die ich verweigert hätte – und ich fordere, dass meine Aufnahme aus diesem Video umgehend entfernt wird", zitieren mehrere US-Medien den US-Künstler. Trump hatte mehrere künstlich generierte Videos gepostet und damit auf die Massenproteste gegen ihn am Wochenende reagiert. In einem davon wird der Präsident als Pilot dargestellt, der mit einem Kampfjet braunen, an Kot erinnernden Schlamm über Demonstranten abwirft. Dazu läuft Loggins’ Song "Danger Zone" , den er für den Kinohit "Top Gun" aus dem Jahr 1986 gesungen hatte, in dem Tom Cruise einen Kampfjetpiloten spielte. Der Song ist ein klassisches Achtzigerjahreprodukt mit überhitztem Hardrock-Solo und blechernden Beats. Loggins, 77, will ihn nicht von einem Politiker verwendet sehen, den er offenbar für gefährlich hält. "Ich kann mir nicht vorstellen, warum irgendjemand wollen würde, dass seine Musik für etwas verwendet oder mit etwas in Verbindung gebracht wird, das einzig und allein dazu geschaffen wurde, uns zu spalten", sagte Loggins weiter. Am Samstag waren in den USA landesweit Millionen unter dem Motto "No Kings" – zu Deutsch: "Keine Könige" – auf die Straße gegangen. Die Proteste verliefen laut US-Medien in weiten Teilen friedlich. Etliche Teilnehmende waren bunt verkleidet, hatten ihre Kinder und Hunde dabei. Nur am Rande kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen. Immer wieder hatten sich Musiker darüber beschwert, dass Trump ihre Songs nutzt, etwa für Wahlkampfauftritte. Die Liste ist inzwischen sehr lang und prominent: So hatten etwa die Rolling Stones, Elton John, Ozzy Osbourne, Adele und die Familie des 2017 gestorbenen Sängers Tom Petty den Präsidenten dafür kritisiert. Am weitesten in seinem Widerstand ging wohl Neil Young: Der kanadische Rockstar reichte schon vor fünf Jahren Klage wegen Urheberrechtsverletzung ein, nachdem Trump seine Songs "Rockin’ in the Free World" und "Devil’s Sidewalk" spielen lassen hatte.