Digitaler Führerschein: EU-Parlament stimmt für digitalen Führerschein

Datum21.10.2025 14:11

Quellewww.zeit.de

TLDRDas EU-Parlament hat beschlossen, ab 2030 Führerscheine digital über Smartphones abrufbar zu machen. EU-weite Fahrverbote für schwere Verkehrsverstöße werden ebenfalls eingeführt. Das Mindestalter für Lkw-Fahrer sinkt von 21 auf 18 Jahre und für Busfahrer von 24 auf 21 Jahre. Gesundheitschecks für ältere Fahrer sind nicht verpflichtend. Die EU-Staaten haben drei Jahre Zeit, die neuen Regelungen umzusetzen, mit einer Übergangszeit von einem Jahr.

InhaltAb 2030 soll der Führerschein im Smartphone abrufbar sein. Auch EU-weite Fahrverbote sollen kommen. Die EU hat sich auf neue, einheitliche Regeln für den Führerschein geeinigt. Eine entsprechende Gesetzesreform beschloss das Europaparlament am Dienstag. Demnach sollen EU-Bürger ab dem Jahr 2030 in der Lage sein, ihren Führerschein über das Smartphone abzurufen, ähnlich wie es schon mit dem Personalausweis oder der Bankkarte möglich ist. Wer möchte, kann den Führerschein aber auch weiterhin als Karten-Ausweis beantragen. Künftig soll es zudem möglich sein, Autofahrer bei schweren Verkehrsverstößen wie Trunkenheit am Steuer oder extremem Rasen in der ganzen EU mit einem Fahrverbot zu belegen. Außerdem soll das Mindestalter für Lkw-Fahrer von 21 auf 18 Jahre sinken, für Busfahrer von 24 auf 21 Jahre. Verpflichtende Gesundheitschecks für ältere Fahrer wird es entgegen früheren Diskussionen nicht geben.  Die EU-Staaten haben drei Jahre Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen. Zudem ist eine Übergangszeit von einem Jahr vorgesehen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.