Datum21.10.2025 13:38
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Schriftsteller Günter de Bruyn wird posthum mit einer Gedenktafel in Berlin geehrt. Bekannt für seine Romane, die das Leben in der DDR reflektieren, fand er ein breites Publikum in beiden deutschen Staaten. Er war aktiv gegen die Zensur und abgelehnt Nationalpreis der DDR. De Bruyn betonte stets die kulturelle Einheit Deutschlands und hinterließ mit seinen autobiografischen Werken bedeutende Beiträge zur Literatur. Er starb im Alter von 93 Jahren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Berlin“. Lesen Sie jetzt „Schriftsteller Günter de Bruyn wird mit Gedenktafel geehrt“. Mit Romanen wie "Buridans Esel", "Märkische Forschungen" und "Neue Herrlichkeit" habe er Geschichten über die DDR erzählt - "gleichermaßen realistisch wie hintergründig, voll Kritik und feinem Humor", würdigte die Senatskulturverwaltung. De Bruyn habe damit ein wachsendes Publikum in beiden Teilen Deutschlands gefunden. Er gehörte 1976 zu den Unterzeichnern des Briefs gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Später sorgte er für Aufsehen, als er auf einem deutsch-deutschen Schriftstellerkongress die Aufhebung der Zensur in der DDR forderte. 1989 lehnte er den DDR-Nationalpreis ab. "Günter de Bruyn hielt stets an einer sprachlich-kulturellen Einheit der Nation fest, nannte sich einen deutschen Schriftsteller, der in der DDR lebt", schrieb die Senatskulturverwaltung. Nach der Wende seien seine autobiografischen Schriften "Zwischenbilanz" und "Vierzig Jahre" besonders geschätzt worden. De Bruyn starb im Alter von 93 Jahren. © dpa-infocom, dpa:251021-930-188310/1