Datum21.10.2025 12:13
Quellewww.spiegel.de
TLDRKeira Knightley berichtet über ihre traumatischen Erfahrungen mit Paparazzi in den Nullerjahren, die sie mit Beleidigungen wie „Schlampe“ und „Hure“ provozierten. Nach ihrem Durchbruch 2002 erlebte sie jahrelanges Verfolgtwerden durch Fotografen, die oft provozieren, um Reaktionen zu provozieren. Um den Stalkern zu entkommen, pendelte sie zwischen Wohnungen und versuchte, uninteressant zu wirken. Diese Erfahrungen belasteten sie stark, doch sie verheimlichte ihre Angst. Aktuell arbeitet Knightley an neuen Projekten, einschließlich eines Thrillers und einer Spionageserie.
InhaltSie hätten "Schlampe" gerufen und ihre Begleiter provoziert: In den Nullerjahren musste sich Keira Knightley mit übergriffigen Fotografen herumschlagen, wie sie jetzt erzählt. Ihr Vater verglich sie mit einer CIA-Agentin. Gerade einmal 17 Jahre alt war Keira Knightley, 40, als ihr 2002 mit dem Film "Kick It Like Beckham" der Durchbruch gelang. Es folgten Hauptrollen in "Doktor Schiwago" und "Fluch der Karibik". Doch wie für viele andere junge Schauspielerinnen hatte der frühe Ruhm nicht nur gute Seiten: "Ich erinnere mich, dass ich eines Tages aufgewacht bin und zehn Männer vor meiner Haustür standen – und sie sind etwa fünf Jahre lang nicht weggegangen", sagte Knightley der "Times" . Die Paparazzi hätten sie beleidigt, um auf sich aufmerksam zu machen. "Meistens war es ›Hure‹, manchmal auch ›Schlampe‹", erinnert sich Knightley. "Vor allem, wenn ich mit jemandem zusammen war – meinem Freund, meinem Bruder oder meinem Vater. Sie haben versucht, eine Reaktion aus ihnen herauszulocken." Ziel der Fotografen sei es gewesen, Menschen zum Ausrasten zu bringen, damit sie diese verklagen konnten. "Das war die Zeit, in der die Unfälle begannen", sagt Knightley. Paparazzi hätten Leute von der Straße abgedrängt und viel Geld für Bilder von den Unglücken verlangt. Um die Fotografen auszutricksen, sei die Schauspielerin länger zwischen zwei Wohnungen hin und her gependelt. Doch auch das habe nicht lange funktioniert: Einige hätten gegenüberliegende Wohnungen gemietet, sodass sie das Haus nicht unbeobachtet verlassen konnte. Irgendwann habe sie sich dazu entschieden, möglichst uninteressant zu wirken. "Wenn ich verfolgt wurde, blieb ich einfach stehen", sagt Knightley. Einmal habe sie fünf Stunden an derselben Stelle gewartet. Zudem habe sie immer wieder dieselbe Kleidung getragen, um die Fotos "langweilig" zu machen. "Mein Vater sagte: ›Du solltest bei der CIA arbeiten‹, weil ich wusste, wann mir Leute folgten", sagt Knightley. "Es war ein körperliches Gefühl." Sie habe angefangen, sich Sorgen zu machen, ob sie sich die Begegnungen nur einbildete. "Also kauft man alle Zeitungen – und jedes Mal hatte ich recht. Es gab ein Foto. Auch wenn ich sie nicht tatsächlich gesehen hatte." Die Erfahrungen hätten sie verrückt gemacht, sagt Knightley. "Ich habe es nur geschafft, es zu verbergen." Zuletzt stand Knightley für den Thriller "The Woman in Cabin 10" vor der Kamera. Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel der Spionageserie "Black Doves", in der sie eine Hauptrolle übernimmt, laufen. Mehr zur ersten Staffel lesen Sie hier.