Datum21.10.2025 10:56
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Sächsische Heimatunion, ein konservativer Zweig der sächsischen CDU, plädiert für einen pragmatischen Umgang mit der AfD. Vorsitzender Sven Eppinger betont, dass die politisch Inhalte entscheidend sind und nicht die Zugehörigkeit der Abgeordneten. Er kritisiert eine zu starre Abgrenzung und fordert, auch von der AfD unterstützte Anträge anzunehmen, wenn sie dem Wohl des Landes dienen. Diese Äußerungen stehen im Kontext einer innerparteilichen Debatte über den Umgang mit der AfD, während CDU-Chef Merz eine klare Abgrenzung betont.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Debatte geht weiter“. Lesen Sie jetzt „Sächsische Heimatunion für pragmatischen Umgang mit AfD“. Die konservative Heimatunion innerhalb der sächsischen CDU ist für Pragmatismus im Umgang mit der AfD. "Wenn wir unsere Entscheidungen weiterhin mehr an Brandmauern als an Inhalten ausrichten, springen immer mehr Menschen über die Brandmauern. Daraus müssen wir lernen", erklärte Sven Eppinger, Vorsitzender der Heimatunion. Es komme auf die Inhalte der Politik an, wie zum Wohle des deutschen Volkes gehandelt und wie Schaden von ihm abgewendet werde. "Es kommt nicht darauf an, welche der demokratisch gewählten Abgeordneten diese Inhalte unterstützt haben." "Natürlich ist es am besten, wenn dies die Abgeordneten des Koalitionspartners sind. Wir dürfen aber nicht ihnen zuliebe das Richtige unterlassen oder gar bewusst Schädliches tun. Es ist besser für unser Land, wenn wir zulassen, dass die 'Falschen' unseren Anträgen zustimmen", betonte Eppinger und erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Ausspruch von CDU-Parteichef Friedrich Merz aus dem Januar dieses Jahres. "Es wird nicht deshalb falsch, weil es die Falschen für richtig halten." Daran sollten sich alle Verantwortlichen im Bund und in den Ländern handeln, so Eppinger. "Falls die CDU auf Bundesebene noch etwas länger brauchen sollte, dies zu verinnerlichen und umzusetzen, so sollten wenigstens wir in Sachsen vorangehen. Es wäre nicht das erste Mal in der deutschen Geschichte, dass von Sachsen aus eine Mauer eingerissen wird", betonte der Chef der Heimatunion. Hintergrund der Äußerungen ist eine Debatte innerhalb der Union zum richtigen Umgang mit der AfD. Bundeskanzler und Parteichef Merz hatte sich am Montag erneut für einen klaren Abgrenzungskurs gegenüber der AfD ausgesprochen, sich zugleich aber vom Begriff der Brandmauer distanziert. © dpa-infocom, dpa:251021-930-187428/1