30-Jährige in Bremen getötet – Polizei sucht international nach Ex-Partner

Datum21.10.2025 11:00

Quellewww.spiegel.de

TLDRIn Bremen wurde eine 30-Jährige bei einem Messerangriff getötet, während ihr zwölfjähriger Sohn verletzt wurde. Der mutmaßliche Täter, ihr Ex-Partner, ist auf der Flucht und international per Europäischen Haftbefehl gesucht. Die Frau starb am Tatort, der Junge erholt sich im Krankenhaus. Der Fall verdeutlicht den Anstieg von Gewalt gegen Frauen in Deutschland, die 2023 um 5,6 Prozent auf 180.715 Opfer gestiegen ist, wobei Ex-Partner oft die Täter sind. Ermittlungen laufen, und Zeugen werden gesucht.

InhaltEin Mann soll seine ehemalige Partnerin erstochen und deren Sohn verletzt haben. Der Tatverdächtige ist auf der Flucht. Ein Europäischer Haftbefehl wurde erlassen. Die Ermittler suchen nach einem tödlichen Messerangriff auf eine 30 Jahre alte Frau in Bremen im In- und Ausland nach dem Täter. Gegen den ehemaligen Partner werde national und international gefahndet, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Behörde habe einen Europäischen Haftbefehl erwirkt. Nach Polizeiangaben  stach ein maskierter Mann am Sonntag auf die Frau und ihren zwölfjährigen Sohn ein, als sie ihr Wohnhaus im Bremer Stadtteil Obervieland verließen. Die Frau starb demnach noch am Tatort. Der Junge erlitt leichte Verletzungen und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Dem Zwölfjährigen gehe es mittlerweile besser, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Ermittler haben der Verdächtige und das Opfer ein gemeinsames Kind. Dabei handle es sich jedoch nicht um den Zwölfjährigen. Zu weiteren Hintergründen machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Die Ermittlungen dauern an, die Polizei sucht Zeugen. Die Zahl der registrierten Fälle von Gewalt gegen Frauen in Deutschland nimmt zu. So stieg die Zahl der weiblichen Opfer von häuslicher Gewalt laut einer Auswertung des Bundeskriminalamts für das Jahr 2023 um 5,6 Prozent auf 180.715. Im Jahr 2022 waren es noch 171.076. Besonders häufig sind die Täter Partner oder Ex-Partner. Die Behörden gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.