Schulen: 29 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben eine Einwanderungsgeschichte

Datum20.01.2026 10:41

Quellewww.spiegel.de

TLDRLaut dem Statistischen Bundesamt haben 29 Prozent der Schülerinnen und Schüler in deutschen allgemeinbildenden Schulen eine Einwanderungsgeschichte, was über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung (26 Prozent) liegt. Während der Anteil unter den Schülern in den letzten fünf Jahren gestiegen ist, sind Migranten in Lehrerkollegien mit nur 11 Prozent deutlich unterrepräsentiert. 59 Prozent der Schüler haben keine Einwanderungsgeschichte. Die Auswertung umfasst nur Personen mit privatem Hauptwohnsitz, nicht jedoch Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften.

InhaltIn Lehrerkollegien sind Migrantinnen und Migranten deutlich unterrepräsentiert. Unter den Schülerinnen und Schülern liegt ihr Anteil bei über einem Viertel, etwas höher als in der Gesamtbevölkerung. An den allgemeinbildenden Schulen in Deutschland hat mehr als ein Viertel der Schülerinnen und Schüler eine Einwanderungsgeschichte  . Ihr Anteil liegt bei 29 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das Amt definiert "Einwanderungsgeschichte"  so, dass damit Menschen gemeint sind, die entweder selbst eingewandert sind oder deren beide Eltern seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Zwölf weitere Prozent der Schülerinnen und Schüler haben den Angaben zufolge einen eingewanderten Elternteil. 59 Prozent der Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen in Deutschland haben keine Einwanderungsgeschichte. In den Kollegien sind Menschen mit Einwanderungsgeschichte deutlich unterrepräsentiert. Bei den Lehrerinnen und Lehrern lag der Anteil Ende 2024 bei elf Prozent. Bei fünf Prozent war ein Elternteil eingewandert. Die große Mehrheit, 84 Prozent, hat keine Einwanderungsgeschichte. Die Anteile der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mit Einwanderungsgeschichte an allgemeinbildenden Schulen ist den Angaben zufolge in den vergangenen fünf Jahren gestiegen: Hatten 2019 noch 26 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine Einwanderungsgeschichte, waren es 2024 drei Prozentpunkte mehr. Bei den Lehrkräften stieg der Anteil im selben Zeitraum um zwei Prozentpunkte auf elf Prozent. Bei der Auswertung wurden den Angaben zufolge nur Menschen mit privatem Hauptwohnsitz berücksichtigt. Gemeinschaftsunterkünfte mit zum Beispiel dort lebenden Geflüchteten seien nicht berücksichtigt, hieß es. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte bei 26 Prozent. Warum eine Kitapflicht für migrantische Kinder umstritten ist, lesen Sie hier.