Datum20.01.2026 10:33
Quellewww.zeit.de
TLDRSozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter kämpfen angesichts von Kürzungen, Fachkräftemangel und Überlastung mit erheblichen Herausforderungen. Trotz steigender gesellschaftlicher Probleme wie Armut, Obdachlosigkeit und Drogenszenen werden Sozialausgaben im Bund und in vielen Städten gekürzt. Dies führt zu unzureichender Unterstützung für Bedürftige und belastet die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte. Ein drohender Fachkräftemangel ist die Folge der hohen emotionalen Belastung und der steigenden Arbeitsintensität. In mehreren Städten gab es bereits Proteste gegen die Einsparungen im sozialen Bereich.
InhaltKürzungen, Fachkräftemangel, Überlastung: Menschen in der sozialen Arbeit stehen vor großen Herausforderungen. Erzählen Sie uns, wie Sie die Situation erleben. Steigendes Armutsrisiko, die Betreuung von Geflüchteten, wachsende Drogenszenen in den Städten und vermehrte Obdachlosigkeit: Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre sind Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eigentlich besonders gefragt. Eigentlich. Denn sowohl im Bund als auch in vielen Städten und Gemeinden werden angesichts leerer Kassen aktuell Sozialausgaben gekürzt, Stellen und Projekte gestrichen. In München und in Berlin wurde dagegen im vergangenen Jahr bereits protestiert. Auch in Leipzig gab es Anfang 2025 Widerstand gegen Einsparungen im sozialen Bereich. Andere Projekte werden aus ideologischen Gründen nicht verlängert, etwa dort, wo die AfD in Gemeinderäten die Freigabe von Mitteln blockieren kann. Durch die Kürzungen erhalten Bedürftige nicht die Beratung oder Unterstützung, die sie dringend brauchen. Und auch für Sozialarbeiterinnen und -arbeiter ist die Ungewissheit über die finanzielle Zukunft belastend. Angestellte in der sozialen Arbeit sind generell häufiger von Erschöpfung oder Burn-out betroffen als andere Berufsgruppen. Emotional belastende Situationen sowie eine erhöhte Arbeitsintensität erhöhen dieses Risiko wissenschaftlichen Analysen zufolge weiter. Kein Wunder also, dass für diese Berufsgruppe ein Fachkräftemangel droht. Wir wollen mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern über diese Situation ins Gespräch kommen: In welchem Bereich sind Sie tätig? Inwiefern haben sich Ihre Arbeitsbedingungen in den vergangenen Jahren durch Kürzungen oder Ähnliches verändert? Welche Auswirkungen hat das für die Menschen, mit denen Sie arbeiten? Gibt es auch Bereiche, in denen Sie Verbesserungen sehen? Welche Aspekte Ihrer Arbeit bereiten Ihnen Freude, welche belasten Sie? Oder haben Sie den Job aufgegeben? Wenn ja, warum? Wie steht es um den politischen und gesellschaftlichen Rückhalt für Ihre Arbeit? Schreiben Sie uns über das Formular oder per Mail an community-redaktion@zeit.de. Ausgewählte Beiträge wollen wir auf zeit.de veröffentlichen. Unsere Leserschaft bereichert unseren Journalismus. Hier finden Sie alle Stimmen-Texte.